Wichtige Wirtschaftstermine in der kommenden Woche

Am Montag um 16:00 Uhr werden in den USA die bestehenden Immobilien-Verkäufe aus Juni bekannt gegeben. Der amerikanische Immobilienmarkt ist ein wichtiger Bestandteil der dortigen Konjunkturentwicklung und hat sich in den letzten Monaten deutlich erholt. Man hofft, dass sich dies auch im Juni fortgesetzt hat. Weitere amerikanische Immobilien-Zahlen folgen am Mittwoch um 16:00 Uhr mit den neuen Hausverkäufen.

Am Mittwoch wird das Londoner Markit Institut erste Schätzungen zum Einkaufsmanagerindex für Juli veröffentlichen. Den Anfang macht um 3:45 Uhr der chinesische HSBC Einkaufsmanagerindex. Später folgen die Schätzungen für den französischen (9:00 Uhr), deutschen (9:30 Uhr) und den Eurozonen-Einkaufsmanagerindex (10:00 Uhr). Dabei handelt es sich um wichtige monatlich ermittelte Konjunkturindikatoren, für welche Einkaufsmanager von rund 3.000 Industrieunternehmen nach der Entwicklung von bestimmten Kenngrößen, wie Auftragslage, Einkaufspreisen und Anzahl der Beschäftigten befragt werden. Der neutrale Wert liegt bei 50. Indexwerte darüber signalisieren eine sich verbessernde und Indexwerte darunter eine sich verschlechternde Einschätzung der Geschäftslage. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Die jetzigen Schnellschätzungen werden allerdings nur für Deutschland, Frankreich und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Diese werden stark beachtet, da es gewöhnlich keine größeren Abweichungen zum Endergebnis mehr gibt. In den letzten beiden Monaten gab es deutliche Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung in der Eurozone. Man hofft, dass diese positiven Zeichen nun durch die neue Erhebung bestätigt werden.  Zu beachten ist, dass Abonnenten von Reuters die Ergebnisse der Einkaufsmanagerindexe jeweils 2 Minuten vor dem angegebenen Veröffentlichungs-Termin erhalten. Daher kann schon dann Bewegung in den Märkten entstehen.

Am Mittwochabend um 23:00 Uhr wird die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Ökonomen erwarten zwar überwiegend keine Änderung des Leitzinses oder der sonstigen Geldpolitik, dennoch ist das begleitende Statement von großer Bedeutung, da dort Hinweise zur weiteren Geldpolitik enthalten sind.

Am Donnerstag um 10:00 Uhr veröffentlicht das Münchener ifo-Institut seinen monatlich ermittelten Geschäftsklimaindex. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Der Index hatte sich nach einem zwischenzeitlichen Hoch im Februar bei 107,4 Punkten, im März und April leicht abgeschwächt, konnte aber im Mai und Juni wieder bis zuletzt 105,9 Punkte zulegen. Historisch betrachtet ist das ein sehr gutes Niveau. Man hofft, dass sich die stabilen Aussichten der deutschen Industrie auch im Juli bestätigen und der Index erneut zulegen kann.

Am Donnerstag um 10:30 Uhr gibt die britische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im zweiten Quartal des Jahres bekannt. Die Wirtschaft des Landes konnte im ersten Quartal mit 0,3 Prozent leicht wachsen und damit eine Rezession vermeiden. Man geht davon aus, dass sich das Wachstum jetzt verstärkt fortgesetzt hat, wenn auch die Werte historisch betrachtet weiterhin sehr niedrig ausfallen.

Weitere Termine, welche im Wochenverlauf beachtet werden sollten, sind die kanadischen Einzelhandelsumsätze am Dienstag um 14:30 Uhr, die Entwicklung der australischen Verbraucherpreise in der Nacht zu Mittwoch um 3:30 Uhr, die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung der Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Europa, Finanznachrichten, weltweit abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.