Wichtige Termine in der kommenden Woche

Die Osterwoche könnte aufgrund der Zypern-Krise turbulent beginnen. Entscheidungen, wie es für das Land weiter geht, werden wohl erst im Laufe dieses Wochenendes oder sogar erst Anfang der kommenden Woche endgültig entschieden. Die Märkte dürften darauf dann sicherlich mit entsprechenden Bewegungen reagieren.

Ansonsten ist die Woche aus Sicht des Datenkalenders relativ ruhig. Trotzdem sollten einige Termine beachtet werden. So wird am Montag ab 18:15 Uhr an der „London School of Economics“ eine Podiumsdiskussion stattfinden, an welcher der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Ben Bernanke teilnimmt. Das Thema der Veranstaltung sind die Lehren, welche aus der Finanzkrise gezogen werden können. Wahrscheinlich wird Bernanke dabei auch auf die weitere Strategie der Notenbank eingehen und Möglichkeiten darlegen, wie und wann ein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik vollzogen werden kann. Öffentliche Auftritte von Bernanke sollten ohnehin stets beachtet werden, da potenziell immer auch überraschende Hinweise zur Geldpolitik fallen können, welche dann zu Bewegungen in den Märkten führen. Das gleiche gilt für den Gouverneur der australischen Notenbank (RBA) Glenn Stevens, welcher am Dienstagmorgen in Sidney auf dem Jahrestreffen der „Australian Securities and Investments Commission“ (ASIC) ab 6:45 Uhr eine Rede halten wird.

Am Montag, Dienstag und Mittwoch werden italienische Anleihenauktionen stattfinden. Wegen der Rating-Herabstufung des Landes, der Patt-Situation nach den Wahlen und der Zypern-Krise stehen diese unter ganz besonderer Beobachtung. Die Renditen waren in den letzten Wochen zwar angestiegen, sind aber immer noch weit von den Höchstwerten im Sommer letzten Jahres entfernt. Man hofft, dass auch die jetzigen Auktionen zu einem annehmbaren Zinssatz abgeschlossen werden können und insbesondere die Nachfrage hoch bleibt. Besonders wichtig ist die Auktion am Mittwoch, da dann auch langfristige Bonds mit einer Laufzeit von fünf und zehn Jahren ausgegeben werden. Die Ergebnisse der Auktionen werden jeweils gegen 10:45 Uhr veröffentlicht.

Aus den USA werden einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Den Anfang machen die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter am Dienstag um 13:30 Uhr. Dabei handelt es sich um Produkte mit einer Haltbarkeit von mehr als drei Jahren, wie beispielsweise Computer oder Autos. Die Nachfrage nach solchen Produkten gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Ebenfalls am Dienstag um 15:00 Uhr veröffentlicht das amerikanische Forschungsinstitut Conference Board das Verbrauchervertrauen. Dafür werden seit 1969 jeden Monat rund 3500 amerikanische Haushalte nach deren Einschätzung über die aktuelle wirtschaftliche Lage, sowie die Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Im Fokus stehen dabei Arbeitslosigkeit, Inflation und die erwartete Einkommensentwicklung. Aus den Antworten wird nach einer festgelegten Formel der Indikator gebildet. Ein steigendes Verbrauchervertrauen signalisiert dabei höhere Konsumausgaben. Im vergangenen Monat hatte der Indikator positiv überrascht, da er von 58,4 auf 69,6 Punkte deutlich angestiegen war. Ökonomen hatten nur einen sehr leichten Zuwachs auf 60,8 Punkte erwartet. Man hofft, dass sich die positive Entwicklung nun fortsetzt.

Außerdem erhält man am Dienstag um 15:00 Uhr Informationen zur Entwicklung des für die amerikanische Konjunktur sehr wichtigen Immobilienmarktes, da dann die Verkäufe neuer Häuser bekannt gegeben werden. Diese stiegen vor einem Monat überraschend deutlich von 378.000 auf aufs Jahr hochgerechnete 437.000. Das war der höchste Wert seit Oktober 2008. Ökonomen hatten nur einen minimalen Zuwachs auf 381.000 prognostiziert. Trotz der positiven Entwicklung muss bedacht werden, dass der Wert historisch gesehen immer noch niedrig ist. Bis zur Finanzkrise waren über 500.000 Verkäufe im Jahr völlig normal. Teilweise wurden sogar Verkäufe von über 1 Million verzeichnet.

Die Wirtschaftstermine der kommenden Woche finden Sie auf unserer Internetseite unter http://www.tradernews.de/wirtschaftskalender

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