Wichtige Termine in der kommenden Woche

Die kommende Woche ist aus terminlicher Sicht relativ ruhig. Trotzdem sind einige Termine vorhanden, welche beachtet werden sollten. So veröffentlicht das private amerikanische Forschungsinstitut „The Conference Board“ am Dienstag um 16:00 Uhr in New York ihr ermitteltes Verbrauchervertrauen. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auch auf die Anschaffungsneigung gelegt.

In der Nacht zu Mittwoch wird ab 2:00 Uhr der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) Haruhiko Kuroda in Tokio eine Rede zum Thema „Die Finanzkrise und das internationale Finanzsystem“ halten. Öffentliche Auftritte des Notenbank-Vorsitzenden können potenziell immer zu größeren Marktbewegungen führen, da nie ausgeschlossen werden kann, dass überraschende Äußerungen zu weiteren Geldpolitik fallen. Zudem steht die BoJ derzeit durch ihre ultralockere Geldpolitik unter ganz besonderer Beobachtung.

Am Mittwoch um 16:00 Uhr gibt die Bank of Canada (BoC) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Größere Änderungen am Leitzins oder der sonstigen Geldpolitik werden dabei zwar nicht erwartet. Trotzdem steht insbesondere das begleitende Statement im Fokus, da darüber die zukünftige Geldpolitik besser abgeschätzt werden kann.

Am Donnerstag schaut man vor allem auf konjunkturelle Daten aus den USA. Zum einen werden um 14:30 Uhr, wie jede Woche um diese Zeit, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der vergangenen Woche bekannt gegeben. Zum anderen veröffentlicht zur gleichen Zeit die amerikanische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal des Jahres. Man erwartet, dass die Wirtschaft weiter solide auf Wachstumskurs ist. Obwohl es sich noch nicht um das endgültige Ergebnis handelt, wird es stark beachtet, da es gewöhnlich später nur noch geringfügige Änderungen gibt.

Am Donnerstag um 16:00 Uhr folgen mit den schwebenden Hausverkäufen wichtige Zahlen zum amerikanischen Immobilienmarkt. Dieser befindet sich seit Monaten im Aufwind, liegt aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise.

Am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlicht die kanadische Statistikbehörde das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für März. Es wird ein leichter Anstieg erwartet.

Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird Italien neue Anleihen herausgeben. Die Ergebnisse werden jeweils gegen 11:15 Uhr bekannt gegeben. Das südeuropäische Land steht wegen der Eurokrise unter besonderer Beobachtung. Die Anleihen-Renditen waren allerdings in den letzten Monaten deutlich rückläufig. Man geht davon aus, dass auch die jetzigen Auktionen zu akzeptablen Zinsen und bei hoher Nachfrage abgeschlossen werden können.

Bei offenen Handels-Positionen über das Wochenende sollte man beachten, dass in der Nacht zu Samstag um 3:00 Uhr der staatliche chinesische Einkaufsmanagerindex veröffentlicht wird. Sollten dabei größere Überraschungen auftreten, könnte sich dies direkt nach Öffnung der Märkte in der Nacht zu Montag bemerkbar machen. Vor kurzem war der private HSBC Einkaufsmanagerindex überraschend unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gefallen und hatte damit einen Kursrutsch an den asiatischen Börsen ausgelöst.

Außerdem wird am Sonntagabend ab 20:00 Uhr der Gouverneur der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, in New Jersey eine Rede halten. Auch hier können überraschende Äußerungen zur Geldpolitik nicht ausgeschlossen werden, welche sich dann direkt nach Marktöffnung auf die Kurse auswirken würden.

Die Aufstellung der Termine finden Sie wieder hier: Wirtschaftskalender

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