Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der nächsten Woche sind einige wichtige Termine vorhanden. Der Wochenanfang ist allerdings aus terminlicher Sicht noch relativ ruhig. Stärker beachtet werden am Montag lediglich gleich in der Nacht um 3:30 Uhr die australischen Einzelhandelsumsätze und am Vormittag um 10:30 Uhr der britische Bau-Einkaufsmanagerindex.

Am Dienstagvormittag veröffentlicht das Londoner Markit Institut die finalen europäischen Einkaufsmanagerindexe für den Dienstleistungsbereich. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich wurden bereits am Freitag der Vorwoche veröffentlicht.

Am frühen Dienstagmorgen um 6:30 Uhr gibt die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Ausgehend von 4,75 Prozent hatte diese seit November 2011 den Leitzins in acht Schritten bis auf 2,5 Prozent gesenkt. Der letzte Zinsschritt um 25 Basispunkte erfolgte allerdings bereits im August letzten Jahres. Inzwischen stellt sich die Frage nach weiter sinkenden Leitzins nicht mehr, sondern eher ab wann mit einer ersten Erhöhung zu rechnen ist. Die Notenbank selbst geht derzeit von einer längeren Periode gleichbleibender Zinsen aus. Doch auch bei unveränderten Rahmenbedingungen wird man das begleitende Statement genau darauf analysieren, ob neue Erkenntnisse für die Geldpolitik in den kommenden Monaten gewonnen werden können. Sollte dies der Fall sein, sind entsprechende Marktbewegungen zu erwarten. Am Freitag um 3:30 Uhr folgt ein geldpolitisches Statement der Notenbank.

Am Donnerstag stehen vor allem die Notenbanksitzungen der Bank of England (BoE) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Beim BoE-Ergebnis um 13:00 Uhr dürfte es voraussichtlich relativ ruhig in den Märkten bleiben, da keine geldpolitischen Änderungen erwartet werden und es in diesem Fall auch kein begleitendes Statement gibt. Wesentlich spannender wird es bei der EZB, deren Sitzungsergebnis um 13:45 Uhr bekannt gegeben wird. Hier können geldpolitische Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden, auch wenn die meisten Ökonomen bei der jetzigen Sitzung nicht davon ausgehen. Aber auch für den Fall einer gleichbleibenden Geldpolitik, wird die ab 14:30 Uhr stattfindende Pressekonferenz sehr stark beachtet. Dort wird EZB-Präsident Mario Draghi die aktuellen Ansichten der Notenbank erklären und Hinweise zum weiteren Vorgehen geben.

In der Nacht zu Freitag findet eine geldpolitische Sitzung der Bank of Japan (BoJ) statt. Größere geldpolitische Änderungen werden zwar nicht erwartet, dennoch stehen das Sitzungsergebnis begleitende Statement und die etwas später stattfindende Pressekonferenz mit BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda im Fokus. Es ist nämlich durchaus möglich, dass die Notenbank in den kommenden Monaten weitere Lockerungen beschließen wird, um ihr Ziel einer Beendigung der jahrelangen Deflation zu erreichen. Dazu könnte es weitere Informationen geben. Den genauen Zeitpunkt des Sitzungsergebnisses und der Pressekonferenz wird erst kurze Zeit vorher bekannt gegeben.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind der amerikanische ISM Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex am Dienstag um 16:00 Uhr, die neuseeländischen Arbeitsmarktdaten in der Nacht zu Mittwoch um 0:45 Uhr, die britische Industrieproduktion am Mittwoch um 10:30 Uhr, die Handelsbilanz der USA und von Kanada beide am Mittwoch um 14:30 Uhr, die australischen Arbeitsmarktdaten am Donnerstag um 3:30 Uhr, die kanadischen Baugenehmigungen am Donnerstag um 14:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, der Einkaufsmanagerindex der kanadischen Wirtschaftsschule Ivey am Donnerstag um 16:00 Uhr, sowie die kanadischen Arbeitsmarktdaten am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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