Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Am Dienstag um 16:00 Uhr wird das vom privaten New Yorker Forschungsinstitut „The Conference Board“ (CB) ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Am Mittwoch wird die erste Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland im Monat Juli veröffentlicht. Eine genaue Uhrzeit wird für diesen Termin nicht bekannt gegeben. Als größte Volkswirtschaft der Eurozone geben die deutschen Daten einen ersten Hinweis auf die Schätzung für ganz Europa, welche am Donnerstag um 11:00 Uhr von der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht wird. Die Teuerung ist derzeit auf einem ungewöhnlichen niedrigen Niveau und liegt weit unter dem Zielbereich von 2,0 Prozent der Europäischen Zentralbank. Entsprechend stark wird die Entwicklung beobachtet.

Am Mittwoch um 14:30 Uhr veröffentlicht die amerikanische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der USA im zweiten Quartal. Diese Veröffentlichung könnte zu erheblichen Bewegungen führen, falls sie stärker von den Erwartungswerten abweichen sollte.

Am Mittwoch um 20:00 Uhr wird das Ergebnis der geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der amerikanischen Notenbank Federal Reserve zusammen mit einem Statement veröffentlicht. Zwar handelt es sich diesmal um eine sogenannte kleine Sitzung, ohne Pressekonferenz und ohne aktualisierte Projektionen zur weiteren konjunkturellen Entwicklung. Dennoch wird dieser Termin sehr stark beachtet und ist ein Höhepunkt der Woche.

Am Freitagvormittag veröffentlicht das Londoner Markit Institut die finalen europäischen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Einkaufsmanagerindexe für den Dienstleistungsbereich werden zur jeweils gleichen Uhrzeit am Dienstag der kommenden Woche veröffentlicht.

Ein weiterer Wochen-Höhepunkt stellen die amerikanischen Arbeitsmarktdaten aus Juli dar, welche am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Diese werden immer sehr stark beachtet, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einen wichtigen Einfluss auf die der Vollbeschäftigung verpflichteten amerikanischen Notenbank hat. Einen Vorgeschmack auf das Ergebnis können schon am Mittwoch um 14:15 Uhr der ADP-Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag um 14:30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben.  Sollte es hier zu größeren Abweichungen von den Erwartungs-Werten kommen, wäre dies ein Indiz dafür, dass es auch bei den offiziellen Zahlen am Donnerstag eine Überraschung geben könnte.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die amerikanischen schwebenden Hausverkäufe am Montag um 16:00 Uhr, die australischen Baugenehmigungen am Donnerstag um 3:30 Uhr, die australischen Erzeugerpreise am Freitag um 3:30 Uhr, sowie die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes im Mai am Donnerstag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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