Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind einige wichtige Termine vorhanden, welche für Bewegung in den Märkten sorgen könnten. Am Montag ab 19:00 Uhr findet eine Anhörung von EZB-Präsident Mario Draghi beim Finanzausschuss des Europäischen Parlaments statt. Dieser wird sich dort zur Geldpolitik und zu den aktuellen Einschätzungen der Notenbank äußern. Sollte es dabei überraschende Neuigkeiten geben, könnte dies zu deutlichen Marktbewegungen führen.

In der Nacht zu Dienstag um 3:30 Uhr wird das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) auf größere Beachtung stoßen. In diesem sind wesentlich ausführlicher die Einschätzungen der stimmberechtigten Notenbank-Mitglieder ersichtlich, als es in dem die Entscheidung begleitenden Statement der Fall war. Entsprechend können dadurch Hinweise auf die weitere Geldpolitik gewonnen werden.

In der Nacht zu Dienstag findet außerdem eine geldpolitische Sitzung der Bank of Japan (BoJ) statt. Größere geldpolitische Änderungen werden zwar nicht erwartet, dennoch stehen das Sitzungsergebnis begleitende Statement und die etwas später stattfindende Pressekonferenz mit BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda im Fokus. Es ist nämlich durchaus möglich, dass die Notenbank in den kommenden Monaten weitere Lockerungen beschließen wird, um ihr Ziel einer Beendigung der jahrelangen Deflation zu erreichen. Dazu könnte es weitere Informationen geben. Den genauen Zeitpunkt des Sitzungsergebnisses und der Pressekonferenz wird erst kurze Zeit vorher bekannt gegeben.

Am Dienstag um 11:00 Uhr werden die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Dafür wurden rund 300 Analysten und institutionelle Anleger über deren Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen positiven und negativen Meinungen. Erwarten zum Beispiel 20 Prozent eine Verbesserung der Lage, 30 Prozent aber eine Verschlechterung, würde der Wert bei minus 10 liegen (20 minus 30). Analysten, welche keine Veränderung der Situation erwarten, werden nicht berücksichtigt. Insgesamt bedeuten negative Zahlen also eine überwiegend pessimistische Einschätzung, während positive Zahlen Optimismus verkünden.

Am Dienstag ab 16:00 Uhr findet eine Anhörung der Fed-Gouverneurin Janet Yellen vor dem amerikanischen Senat statt. Zunächst wird diese einen vorbereiteten Text vorlesen, welcher ebenfalls ab 16:00 Uhr auf der Internetseite der amerikanischen Notenbank eingesehen werden kann. Im Anschluss steht Yellen für Fragen der Abgeordneten zur Verfügung. Sie wird bei dieser Anhörung Stellung zu den aktuellen Einschätzungen der Fed und der Geldpolitik nehmen, wodurch entsprechende Marktbewegungen möglich sind. Einen Tag später, am Mittwoch ab 16:00 Uhr, findet die gleiche Anhörung nochmal vor dem Repräsentantenhaus statt.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr veröffentlicht die britische Statistikbehörde die Arbeitsmarktzahlen für Juni. Diese haben einen wichtigen Einfluss auf die Geldpolitik der Notenbank und werden entsprechend stark beachtet.

Am Mittwoch um 16:00 Uhr wird die Bank of Canada (BoC) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Die Notenbank hatte in ihren letzten geldpolitischen Statements eine Erhöhung des schon seit 2010 bei 1,0 Prozent liegenden Leitzinses in 2014 zwar nicht ausgeschlossen. Die meisten Experten erwarten einen solchen Schritt aber erst im Jahr 2015. Wie immer bei der ersten Notenbank-Sitzung eines Quartals werden außerdem zeitgleich neue Prognosen zur weiteren Entwicklung der Konjunktur und Inflation veröffentlicht. Da dies die Schlüsselfaktoren für die Geldpolitik sind, werden die Daten stark beachtet. Um 17:15 Uhr folgt eine Pressekonferenz mit dem BoC-Gouverneur Stephen Poloz.

Am Donnerstag um 16:00 Uhr veröffentlicht die Fed von Philadelphia ihren sogenannten Philly Fed Index. Für diesen werden monatlich rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern nach deren Einschätzung zur derzeitigen Situation, sowie den Konjunkturerwartungen befragt. Ein Index über null signalisiert eine positive Stimmung, wodurch man auch auf eine positive Konjunkturentwicklung schließen kann.

Am Freitag um 15:55 Uhr veröffentlicht die Universität Michigan ihre erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen. Für diesen bereits seit 1978 ermittelten Index werden monatlich ca. 500 Haushalte befragt. Diese geben dabei Auskunft über ihre Einschätzung zur gegenwärtigen Situation und zu den Erwartungen für einen Zeitraum von einem und fünf Jahren. Dies sowohl im Hinblick auf den eigenen Haushalt, als auch insgesamt für das wirtschaftliche Klima. Außerdem werden Angaben über das voraussichtliche Kaufverhalten gemacht. Über den Indikator kann man somit die Entwicklung des Konsumverhaltens prognostizieren. Da dieses rund zwei Drittel des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kommt der Veröffentlichung eine entsprechend hohe Bedeutung zu.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die britischen Verbraucherpreise am Dienstag um 10:30 Uhr, die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in den USA am Dienstag um 14:30 Uhr, die neuseeländischen Verbraucherpreise in der Nacht zu Mittwoch um 0:45 Uhr, das chinesische BIP und die Industrieproduktion beide am frühen Mittwochmorgen um 4:00 Uhr, die kanadischen Industrieverkäufe am Mittwoch um 14:30 Uhr, die Entwicklung der amerikanischen Erzeugerpreise am Mittwoch um 14:30 Uhr, die Entwicklung der Baugenehmigungen in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr, sowie die Entwicklung der kanadischen Verbraucherpreise am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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