Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden, welche für Bewegung in den Märkten sorgen könnten. Den Anfang macht am Montag um 11:00 Uhr die europäische Statistikbehörde Eurostat, welche eine erste Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone im Juni veröffentlicht. Diese stehen derzeit unter besonders genauer Beobachtung, da die Inflation seit einiger Zeit deutlich von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent entfernt ist.

Am frühen Dienstagmorgen um 6:30 Uhr gibt die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Ausgehend von 4,75 Prozent hatte diese seit November 2011 den Leitzins in acht Schritten bis auf 2,5 Prozent gesenkt. Der letzte Zinsschritt um 25 Basispunkte erfolgte allerdings bereits im August letzten Jahres. Inzwischen geht die Notenbank von einer längeren Periode gleichbleibender Zinsen aus. Doch auch bei unveränderten Rahmenbedingungen wird man das begleitende Statement genau darauf analysieren, ob neue Erkenntnisse für die Geldpolitik in den kommenden Monaten gewonnen werden können. Sollte dies der Fall sein, sind entsprechende Marktbewegungen zu erwarten.

Am Dienstagvormittag veröffentlicht das Londoner Markit Institut die finalen europäischen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Einkaufsmanagerindexe für den Dienstleistungsbereich werden zur jeweils gleichen Uhrzeit am Donnerstag veröffentlicht.

Auch für Großbritannien werden am Dienstag um 10:30 Uhr die Einkaufsmanagerindexe für die Industrie, am Mittwoch um 10:30 Uhr für die Baubranche und am Donnerstag um 10:30 Uhr für den Dienstleistungsbereich veröffentlicht.

Ein weiterer Einkaufsmanagerindex wird am Dienstag um 16:00 Uhr vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich folgt am Donnerstag, ebenfalls um 16:00 Uhr.

Am Mittwoch ab 17:00 Uhr wird die Gouverneurin der amerikanischen Fed Janet Yellen eine Rede beim Internationalen Währungsfonds in Washington halten. Bei öffentlichen Auftritten der Notenbank-Vorsitzenden kann nie ausgeschlossen werden, dass auch marktbewegende Sätze fallen. Das Gleiche gilt für den Gouverneur der australischen Notenbank (RBA) Glenn Stevens, welcher in der Nacht zu Donnerstag ab 3:00 Uhr auf einer Konferenz sprechen wird.

Am Donnerstag um 13:45 Uhr gibt die Europäische Zentralbank das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Auch im Falle einer gleichbleibenden Geldpolitik wird man auf die ab 14:30 Uhr beginnende Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi achten. Dieser wird dort die Entscheidung und die Einschätzungen der Notenbank erläutern. Daraus lassen sich wiederum Rückschlüsse auf die weitere Geldpolitik schließen.

Ein weiterer Wochen-Höhepunkt stellen die amerikanischen Arbeitsmarktdaten aus Juni dar, welche diese Woche ausnahmsweise schon am Donnerstag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, da am Freitag in den USA Feiertag ist. Diese werden immer sehr stark beachtet, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einen wichtigen Einfluss auf die der Vollbeschäftigung verpflichteten amerikanischen Notenbank hat. Einen Vorgeschmack auf das Ergebnis können schon am Mittwoch um 14:15 Uhr der ADP Arbeitsmarktbericht geben.  Sollte es hier zu größeren Abweichungen von den Erwartungs-Werten kommen, wäre dies ein Indiz dafür, dass es auch bei den offiziellen Zahlen am Donnerstag eine Überraschung geben könnte.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen gleich in der Nacht zu Montag um 3:00 Uhr, die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes im April am Montag um 14:30 Uhr, die amerikanischen schwebenden Hausverkäufe am Montag um 16:00 Uhr, die australische Handelsbilanz am Mittwoch um 3:30 Uhr, sowie die australischen Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsätze beide in der Nacht zu Donnerstag um 3:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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