Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind einige wichtige Termine vorhanden, welche beachtet werden sollten. So wird am Montag EZB-Präsident Mario Draghi ab 15:00 Uhr in Rom eine Rede halten. Bei öffentlichen Auftritten des Notenbank-Vorsitzenden kann nie ausgeschlossen werden, dass überraschende Äußerungen zur Geldpolitik fallen. Solche würden dann zu entsprechenden Marktbewegungen führen.

Außerdem stehen am Montag wichtige kanadische Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Zunächst gibt um 14:30 Uhr das Statistikamt die Anzahl der Baugenehmigungen im März bekannt. Um 16:00 Uhr folgt der von der Richard Ivey School of Business (Ivey) ermittelte Einkaufsmanagerindex. Dabei deuten Ergebnisse über 50 auf eine sich verbessernde wirtschaftliche Situation hin, während Ergebnisse unter 50 eine abnehmende Wirtschaftskraft signalisieren. Im April wurde mit 61,6 Punkten ein guter Wert erzielt.

Am frühen Dienstagmorgen um 6:30 Uhr wird die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung veröffentlichen. Die Notenbank hatte den Leitzins seit Ende 2011 in sechs Schritten von 4,75 Prozent bis 3,0 Prozent gesenkt. Zuletzt ging es im Dezember um 25 Basispunkte nach unten. Zwar erwarten die meisten Ökonomen für die jetzige Sitzung keine Änderung der Geldpolitik. Doch auch in diesem Fall wird man auf das begleitende Statement achten. Ein ausführlicheres geldpolitisches Statement folgt am Freitagmorgen um 3:30 Uhr. Größere Bewegungen im Australischen Dollar können bei beiden Veröffentlichungen nicht ausgeschlossen werden.

Am Dienstag um 9:00 Uhr wird die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Entwicklung der Fremdwährungsreserven im April bekannt geben. Während diese bis Anfang 2009 unter 50 Milliarden Franken blieben, ist seitdem ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Insbesondere seit Festlegung des Mindestkurses von EUR/CHF bei 1,20 im September 2011 geht es rasant nach oben. Im März wurde ein neuer Rekord von 438,3 Milliarden Franken erreicht, was rund 7,5 Milliarden mehr als noch im März war. Trotzdem hat der Druck auf die Notenbank deutlich nachgelassen, da der Euro seit einiger Zeit einen soliden Abstand zu Mindestschwelle hält.

In der Nacht zu Mittwoch wird China seine Handelsbilanz bekannt geben. Am Donnerstag um 3:30 Uhr folgen die Verbraucherpreise. Da das Land als wichtiger Faktor für die gesamte Weltwirtschaft gilt, werden diese Veröffentlichungen stark beachtet.

Am Donnerstag um 13:00 Uhr gibt die Bank of England (BoE) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Der Leitzins dürfte dabei auf dem seit über vier Jahren gültigen Rekordtief von 0,5 Prozent bleiben. Interessanter ist die Frage, ob das bei einem Volumen von 375 Milliarden Pfund liegende Anleihenkaufprogramm aufgestockt wird. Bei den vergangenen drei Notenbank-Sitzungen hatte sich Gouverneur Mervyn King und zwei weitere Mitglieder des neunköpfigen Gremiums jeweils dafür ausgesprochen, wurden aber überstimmt. Nachdem die Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal des Jahres mit einem Anstieg des BIP um 0,3 Prozent etwas besser ausgefallen ist, als man zuvor erwartet hatte, ist die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt geringer geworden. Zudem scheidet Mervyn King Ende Juni aus dem Amt und der geldpolitische Ausschuss könnte mit weiteren Maßnahmen zumindest abwarten, bis der neue Gouverneur Carney im Juli das Amt antritt.

Am Freitag und Samstag findet ein Treffen der Finanzminister und Notenbank-Vorsitzenden der G7-Staaten statt. Die Öffentlichkeit ist dabei zwar nicht zugelassen, es wird aber während der Tagung Interviews und anschließend ein Statement geben. Da in diesen Staaten rund zwei Drittel des Welt-Bruttonationaleinkommens generiert wird, haben die dortigen Entscheidungen eine hohe Bedeutung für die Finanzmärkte.

Weitere Termine, welche im Wochenverlauf beachtet werden sollten, sind die Arbeitsmarktdaten in Neuseeland (Donnerstag 0:45 Uhr) und Australien (Donnerstag 3:30 Uhr), Anleihenauktionen von Spanien am Donnerstag um 10:45 Uhr und Italien am Freitag um 11:15 Uhr, sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung der Termine finden Sie, ständig aktualisiert, unter: http://www.tradernews.de/wirtschaftskalender

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