Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Auch in der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Der Montag ist allerdings noch ruhig ohne herausragende Termine. Den Anfang machen erst am Dienstag um 11:00 Uhr die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland und die Eurozone insgesamt. Dafür wurden rund 300 Analysten und institutionelle Anleger über deren Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen positiven und negativen Meinungen. Erwarten zum Beispiel 20 Prozent eine Verbesserung der Lage, 30 Prozent aber eine Verschlechterung, würde der Wert bei minus 10 liegen (20 minus 30). Analysten, welche keine Veränderung der Situation erwarten, werden nicht berücksichtigt. Insgesamt bedeuten negative Zahlen also eine überwiegend pessimistische Einschätzung, während positive Zahlen Optimismus verkünden.

Am Dienstag um 23:00 Uhr wird die neuseeländische Notenbank (RBNZ) ihren halbjährlichen Finanzstabilitätsbericht im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlichen. Dieser beinhaltet die Einschätzungen der Notenbank zur weiteren Entwicklung der Inflation, der Konjunktur und weiterer ökonomischer Daten, welche die Entwicklung des Leitzinses beeinflussen können. Dem Bericht kommt eine entsprechend hohe Bedeutung für den Neuseeland Dollar zu.

Am Mittwoch ab 11:30 Uhr wird der Gouverneur der Bank of England (BoE), Mark Carney, im Rahmen einer Pressekonferenz den vierteljährlichen Inflationsbericht vorstellen. Der Bericht beinhaltet die Projektionen der Notenbank zur Entwicklung der Inflation und des Wirtschaftswachstums für die kommenden zwei Jahre. Da dies die Schlüsselfaktoren für die Geldpolitik sind, werden die Prognosen sehr stark von den Märkten beachtet. Ebenfalls aufmerksam verfolgt werden schon eine Stunde vorher, am Mittwoch um 10:30 Uhr, die britischen Arbeitsmarktdaten für April.

Am Donnerstagvormittag werden mehrere Länder der Eurozone ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im ersten Quartal des Jahres bekannt geben. Darunter Frankreich um 7:30 Uhr, Deutschland um 8:00 Uhr und Italien um 10:00 Uhr. Um 11:00 Uhr folgen die von der europäischen Statistikbehörde Eurostat ermittelten Zahlen für die Eurozone insgesamt. Gleichzeitig gibt Eurostat auch endgültigen Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise im April bekannt.

Am Donnerstag um 16:00 Uhr veröffentlicht die Fed von Philadelphia ihren sogenannten Philly Fed Index. Für diesen werden monatlich rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern nach deren Einschätzung zur derzeitigen Situation, sowie den Konjunkturerwartungen befragt. Ein Index über null signalisiert eine positive Stimmung, wodurch man auch auf eine positive Konjunkturentwicklung schließen kann.

Am Freitag um 15:55 Uhr veröffentlicht die Universität Michigan ihre erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen. Für diesen bereits seit 1978 ermittelten Index werden monatlich ca. 500 Haushalte befragt. Diese geben dabei Auskunft über ihre Einschätzung zur gegenwärtigen Situation und zu den Erwartungen für einen Zeitraum von einem und fünf Jahren. Dies sowohl im Hinblick auf den eigenen Haushalt, als auch insgesamt für das wirtschaftliche Klima. Außerdem werden Angaben über das voraussichtliche Kaufverhalten gemacht. Über den Indikator kann man somit die Entwicklung des Konsumverhaltens prognostizieren. Da dieses rund zwei Drittel des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kommt der Veröffentlichung eine entsprechend hohe Bedeutung zu.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind das australische NAB Geschäftsvertrauen gleich in der Nacht zu Montag um 3:30 Uhr, die amerikanischen Einzelhandelsumsätze am Dienstag um 14:30 Uhr, die neuseeländischen Einzelhandelsumsätze am Mittwoch um 0:45 Uhr, die Entwicklung der Erzeugerpreise in den USA am Mittwoch um 14:30 Uhr, die kanadischen Industrieverkäufe am Donnerstag um 14:30 Uhr, die Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise am Donnerstag um 14:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr, eine Rede der Fed-Gouverneurin Yellen in der Nacht zu Freitag ab 1:00 Uhr, sowie die amerikanischen Baugenehmigungen aus April am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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