Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Am Montag um 16:00 Uhr wird der vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA ermittelte Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation.

Am frühen Dienstagmorgen um 6:30 Uhr gibt die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Ausgehend von 4,75 Prozent hatte diese seit November 2011 den Leitzins in acht Schritten bis auf 2,5 Prozent gesenkt. Der letzte Zinsschritt um 25 Basispunkte erfolgte im August letzten Jahres. Inzwischen geht die Notenbank von einer längeren Periode gleichbleibender Zinsen aus. Doch auch bei unveränderten Rahmenbedingungen wird man das begleitende Statement genau darauf analysieren, ob trotzdem neue Erkenntnisse für die Geldpolitik in den kommenden Monaten gewonnen werden können. Sollte dies der Fall sein, sind entsprechende Marktbewegungen zu erwarten. In der Nacht zu Freitag um 3:30 Uhr folgt ein geldpolitisches Statement der RBA, sowie zeitgleich die australischen Arbeitsmarktdaten.

Am Dienstagvormittag folgen die Einkaufsmanagerindexe für den Dienstleistungsbereich in Europa. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Am Dienstag um 10:30 Uhr wird auch der Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex für Großbritannien bekannt gegeben. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich wurden bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht.

Am Dienstag um 14:30 Uhr wird in den USA und in Kanada die Handelsbilanz für März veröffentlicht.

Am Mittwoch ab 16:00 Uhr findet eine Anhörung der Fed-Gouverneurin Janet Yellen vor dem amerikanischen Kongress statt. Zunächst wird diese einen vorbereiteten Text vorlesen, welcher ebenfalls ab 16:00 Uhr auf der Internetseite der amerikanischen Notenbank eingesehen werden kann. Im Anschluss steht Yellen für Fragen der Abgeordneten zur Verfügung. Sie wird bei dieser Anhörung Stellung zu den aktuellen Einschätzungen der Fed und der Geldpolitik nehmen, wodurch entsprechende Marktbewegungen möglich sind.

Am Donnerstag stehen insbesondere die Notenbanksitzungen der Bank of England (BoE) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Beim BoE-Ergebnis um 13:00 Uhr dürfte es voraussichtlich relativ ruhig in den Märkten bleiben, da keine geldpolitischen Änderungen erwartet werden und es in diesem Fall auch kein begleitendes Statement gibt. Wesentlich spannender wird es bei der EZB, deren Sitzungsergebnis um 13:45 Uhr bekannt gegeben wird. Wegen der derzeit ungewöhnlichen niedrigen Inflationsrate können geldpolitische Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden, auch wenn die meisten Ökonomen bei der jetzigen Sitzung nicht davon ausgehen. Aber auch für den Fall einer gleichbleibenden Geldpolitik, wird die ab 14:30 Uhr stattfindende Pressekonferenz sehr stark beachtet. Dort wird EZB-Präsident Mario Draghi die aktuellen Ansichten der Notenbank erklären und Hinweise zum weiteren Vorgehen geben.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die australischen Baugenehmigungen in der Nacht zu Montag um 3:30 Uhr, der kanadische Einkaufsmanagerindex der Wirtschaftsschule Ivey am Dienstag um 16:00 Uhr, die neuseeländischen Arbeitsmarktdaten in der Nacht zu Mittwoch um 0:45 Uhr, die kanadischen Baugenehmigungen am Mittwoch um 14:30 Uhr, die chinesische Handelsbilanz in der Nacht zu Donnerstag, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, die britische Industrieproduktion am Freitag um 10:30 Uhr, die kanadischen Arbeitsmarktdaten am Freitag um 14:30 Uhr, sowie der kanadische Einkaufsmanagerindex der Wirtschaftsschule Ivey am Freitag um 16:00 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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