Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Der Montag ist allerdings noch relativ ruhig. Lediglich die schwebenden Hausverkäufe in den USA um 16:00 Uhr werden auf größeres Interesse stoßen.

Am Dienstag um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr hohen Niveau.

Am Dienstag um 10:30 Uhr wird die britische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal bekannt geben. Die britische Wirtschaft befindet sich seit Anfang 2013 wieder auf Wachstumskurs. Im vierten Quartal 2013 betrug der Anstieg des BIP 0,7 Prozent.

Am Dienstag um 16:00 Uhr wird das vom privaten New Yorker Forschungsinstitut „The Conference Board“ (CB) ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

In der Nacht zu Mittwoch findet eine geldpolitische Sitzung der Bank of Japan (BoJ) statt. Größere geldpolitische Änderungen werden zwar nicht erwartet, dennoch stehen das Sitzungsergebnis begleitende Statement und die etwas später stattfindende Pressekonferenz mit BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda im Fokus. Es ist nämlich durchaus möglich, dass die Notenbank in den kommenden Monaten weitere Lockerungen beschließen wird, um ihr Ziel einer Beendigung der jahrelangen Deflation zu erreichen. Dazu könnte es weitere Informationen geben. Den genauen Zeitpunkt des Sitzungsergebnisses und der Pressekonferenz wird erst kurze Zeit vorher bekannt gegeben.

Am Mittwoch um 11:00 Uhr wird die europäische Statistikbehörde Eurostat ihre erste Schätzung zum Anstieg der Verbraucherpreise im April veröffentlichen. Im März war die Inflation mit 0,5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2009 gefallen. Die Europäische Zentralbank sieht bisher zwar noch keine Deflationsgefahren, beobachtet die Entwicklung aber sehr genau und ist nach eigenen Aussagen auch bereit zu handeln, sofern dies notwendig werden sollte. Die niedrige März-Teuerung wurde damit begründet, dass Ostern dieses Jahr so spät war. Für April wird nun von wieder stärker steigenden Verbraucherpreisen ausgegangen. Sollte sich dies nicht bestätigen, könnte dies ausschlaggebend für Maßnahmen der EZB sein. Entsprechend stark wird die Veröffentlichung beachtet werden.

Am Mittwoch um 14:30 Uhr werden die USA und Kanada neue Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes bekannt geben, was sehr stark beachtet wird.

Am Mittwoch um 20:00 Uhr veröffentlicht der Offenmarktausschuss (FOMC) der amerikanischen Notenbank (Fed) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung. Voraussichtlich wird das monatliche Anleihenkaufprogramm erneut um 10 Milliarden Dollar gesenkt werden und sonst die Geldpolitik unverändert bleiben. Doch auch in diesem Fall wird man genau darauf achten, ob das begleitende Statement neue Hinweise zu weiteren Geldpolitik enthält.

Am Freitag werden die finalen europäischen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich veröffentlicht. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen.

Für Großbritannien werden bereits am Donnerstag um 10:30 Uhr die Einkaufsmanagerindexe für die Industrie und am Freitag um 10:30 Uhr für die Bau-Branche veröffentlicht.

Ein weiterer Einkaufsmanagerindex wird am Donnerstag um 16:00 Uhr vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation.

Ein weiterer Wochen-Höhepunkt stellen die amerikanischen Arbeitsmarktdaten aus April am Freitag um 14:30 Uhr dar. Diese werden sehr stark beachtet, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einen wichtigen Einfluss auf die der Vollbeschäftigung verpflichteten amerikanischen Notenbank hat. Einen Vorgeschmack auf das Ergebnis können schon am Mittwoch um 14:15 Uhr der ADP Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag um 14:30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben.  Sollte es hier zu größeren Abweichungen von den Erwartungs-Werten kommen, wäre dies ein Indiz dafür, dass es auch bei den offiziellen Zahlen am Freitag eine Überraschung geben könnte.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die neuseeländische Handelsbilanz in der Nacht zu Dienstag um 0:45 Uhr, das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Mittwoch um 3:00 Uhr, sowie die australischen Erzeugerpreise in der Nacht zu Freitag um 3:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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