Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Den Anfang macht am Montag um 11:00 Uhr die europäische Statistikbehörde mit ihrer ersten Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise im März. Die Inflation liegt in der Eurozone schon seit einiger Zeit deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent. Obwohl die Notenbank von einem längeren Zeitraum mit niedriger Inflation ausgeht, bezeichnet sie bisher den Ausblick als stabil und sieht keine größeren Deflationsrisiken. Trotzdem steht die Entwicklung unter genauer Beobachtung und bei einem möglicherweise weiteren Rückgang der Teuerung könnte die EZB mit entsprechenden geldpolitischen Maßnahmen gegensteuern.

Am Montagnachmittag ab 15:55 Uhr wird die Fed-Gouverneurin Janet Yellen eine Rede in Chicago halten. Bei öffentlichen Auftritten der Notenbank-Vorsitzenden kann nie ausgeschlossen werden, dass bestimmte Äußerungen zu Bewegungen in den Märkten führen.

Am frühen Dienstagmorgen um 5:30 Uhr gibt die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Ausgehend von 4,75 Prozent hatte diese seit November 2011 den Leitzins in acht Schritten bis auf 2,5 Prozent gesenkt. Der letzte Zinsschritt um 25 Basispunkte erfolgte im August letzten Jahres. Inzwischen geht die Notenbank von einer längeren Periode gleichbleibender Zinsen aus. Doch auch bei unveränderten Rahmenbedingungen wird man das begleitende Statement genau darauf analysieren, ob trotzdem neue Erkenntnisse für die Geldpolitik in den kommenden Monaten gewonnen werden können. Sollte dies der Fall sein, sind entsprechende Marktbewegungen zu erwarten. In diesem Zusammenhang sollte auch beachtet werden, dass RBA-Gouverneur Glenn Stevens am Donnerstagmorgen ab 4:00 Uhr bei der amerikanischen Handelskammer in Australien eine Rede halten wird. Auch dabei können geldpolitisch relevante Äußerungen fallen.

Ebenfalls am Dienstag werden die finalen europäischen Einkaufsmanagerindexe für den Industriebereich veröffentlicht. Dabei wird weniger auf die großen Länder Frankreich und Deutschland geachtet. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen hin, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Einkaufsmanagerindexe für den Dienstleistungsbereich werden zur jeweils gleichen Uhrzeit am Donnerstag veröffentlicht.

Auch für Großbritannien werden am Dienstag um 10:30 Uhr die Einkaufsmanagerindexe für die Industrie, am Mittwoch um 10:30 Uhr für die Bau-Branche und am Donnerstag um 10:30 Uhr für den Dienstleistungsbereich veröffentlicht.

Ein weiterer Einkaufsmanagerindex wird am Dienstag um 16:00 Uhr vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich folgt am Donnerstag, ebenfalls um 16:00 Uhr.

Am Donnerstag steht vor allem die Notenbank-Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus, deren Ergebnis um 13:45 Uhr bekannt gegeben wird. Ab 14:30 Uhr folgt eine Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi. Viele Ökonomen sind der Ansicht, dass es in der kommenden Zeit zu weiteren geldpolitischen Lockerungen kommen könnte. Auch falls dies bei der jetzigen Sitzung nicht der Fall sein sollte, wird man genau darauf achten, ob es in der Pressekonferenz dazu entsprechende Hinweise gibt.

Einen weiteren Wochen-Höhepunkt stellen die amerikanischen Arbeitsmarktdaten aus Februar am Freitag um 14:30 Uhr dar. Diese werden sehr stark beachtet, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einen wichtigen Einfluss auf die der Vollbeschäftigung verpflichteten amerikanischen Notenbank hat. Einen Vorgeschmack auf das Ergebnis können schon am Mittwoch um 14:15 Uhr der ADP Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag um 14:30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben.  Sollte es hier zu größeren Abweichungen von den Erwartungs-Werten kommen, wäre dies ein Indiz dafür, dass es auch bei den offiziellen Zahlen am Freitag eine Überraschung geben könnte.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Montag um 2:00 Uhr, die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes im Januar am Montag um 14:30 Uhr, die australischen Baugenehmigungen in der Nacht zu Mittwoch um 2:30 Uhr, die australischen Einzelhandelsumsätze und Handelsbilanz beide am Donnerstag um 2:30 Uhr, die kanadische Handelsbilanz am Donnerstag um 14:30 Uhr, die Handelsbilanz der USA ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr, die kanadischen Arbeitsmarktdaten am Freitag um 14:30 Uhr, sowie der Einkaufsmanagerindex der kanadischen Wirtschaftsschule Ivey am Freitag um 16:00 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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