Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Die kommende Woche ist aus terminlicher Sicht relativ ruhig. Trotzdem könnten einige Termine für Bewegung in den Märkten sorgen. Den Anfang macht am Montag das Londoner Markit Institut, welches erste Schätzungen zum Einkaufsmanagerindex für März veröffentlicht. Zunächst wird um 2:45 Uhr der chinesische HSBC Einkaufsmanagerindex bekannt gegeben. Später folgen die Schätzungen für den französischen (9:00 Uhr), deutschen (9:30 Uhr) und den Eurozonen-Einkaufsmanagerindex (10:00 Uhr). Dabei handelt es sich um wichtige monatlich ermittelte Konjunkturindikatoren, für welche Einkaufsmanager von rund 3.000 Industrieunternehmen nach der Entwicklung von bestimmten Kenngrößen, wie Auftragslage, Einkaufspreisen und Anzahl der Beschäftigten befragt werden. Der neutrale Wert liegt bei 50. Indexwerte darüber signalisieren eine sich verbessernde und Indexwerte darunter eine sich verschlechternde Einschätzung der Geschäftslage. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Die jetzigen Schnellschätzungen werden allerdings nur für Deutschland, Frankreich und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Diese werden stark beachtet, da es gewöhnlich keine größeren Abweichungen zum Endergebnis mehr gibt. Zu beachten ist, dass Abonnenten von Reuters die Ergebnisse der Einkaufsmanagerindexe jeweils 2 Minuten vor dem angegebenen Veröffentlichungs-Termin erhalten. Daher kann schon dann Bewegung in den Märkten entstehen.

Am Dienstag um 10:00 Uhr wird der monatlich ermittelte Geschäftsklimaindex des Münchener ifo-Instituts veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt.

Am Dienstag um 10:30 Uhr gibt die britische Statistikbehörde die Entwicklung der Verbraucherpreise im Februar bekannt. Die Inflation ist einer der wichtigsten Faktoren für die Geldpolitik und entsprechend stark wird deren Entwicklung beachtet.

Am Dienstag um 16:00 Uhr wird das vom privaten New Yorker Forschungsinstitut „The Conference Board“ (CB) ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Mit der Anzahl der neuen Hausverkäufe aus Februar am Dienstag um 15:00 Uhr und der Anzahl der schwebenden Hausverkäufe am Donnerstag um 15:00 Uhr wird es in der kommenden Woche zudem wichtige Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt geben.

Am Mittwochmorgen ab 7:00 Uhr wird der Gouverneur der Reserve Bank of Australia (RBA) eine Rede auf der jährlichen „Asien Investment Konferenz“ der Credit Suisse in Hongkong halten. Bei öffentlichen Auftritten des Notenbank-Vorsitzenden kann nie ausgeschlossen werden, dass auch marktrelevante Äußerungen fallen.

Am Mittwoch um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr hohen Niveau.

Am Donnerstag um 13:30 Uhr werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bekannt gegeben. Über deren Anzahl ergeben sich auch Hinweise darauf, mit welcher Entwicklung bei der Arbeitslosenquote insgesamt zu rechnen ist.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die amerikanischen Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter am Mittwoch um 13:30 Uhr, die neuseeländische Handelsbilanz am Mittwoch um 22:45 Uhr, die britischen Einzelhandelsumsätze am Donnerstag um 10:30 Uhr, sowie die britische Leistungsbilanz am Freitag um 10:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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