Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. So wird in der Nacht zu Dienstag um 1:30 Uhr das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) veröffentlicht. Bei dieser gab es zwar keine geldpolitischen Änderungen und auch wurde schon dann ein begleitendes Statement veröffentlicht. Das jetzige Protokoll ist aber wesentlich ausführlicher und kann so weitere Informationen zu den aktuellen Einschätzungen der Notenbank und zur voraussichtlichen weiteren Geldpolitik enthalten.

Am Dienstag um 11:00 Uhr werden die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Dafür wurden rund 300 Analysten und institutionelle Anleger über deren Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen positiven und negativen Meinungen. Erwarten zum Beispiel 20 Prozent eine Verbesserung der Lage, 30 Prozent aber eine Verschlechterung, würde der Wert bei minus 10 liegen (20 minus 30). Analysten, welche keine Veränderung der Situation erwarten, werden nicht berücksichtigt. Insgesamt bedeuten negative Zahlen also eine überwiegend pessimistische Einschätzung, während positive Zahlen Optimismus verkünden. Der Index war im Vormonat zwar etwas zurückgegangen, befindet sich aber dennoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr veröffentlicht zeitgleich Bank of England das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung und die britische Statistikbehörde die Arbeitsmarktdaten für Februar. Während der Arbeitsmarkt selbst eine sehr hohe Bedeutung für die Geldpolitik hat, können sich im Protokoll weitere Hinweise zu den aktuellen Einschätzungen des geldpolitischen Rats finden.

Am Mittwoch um 19:00 Uhr veröffentlicht der Offenmarktausschuss (FOMC) der amerikanischen Notenbank (Fed) das Ergebnis seiner zweitägigen geldpolitischen Sitzung. Eine halbe Stunde später ab 19:30 Uhr findet eine Pressekonferenz mit der Notenbank-Gouverneurin Janet Yellen statt. Erwartet wird eine weitere Verringerung des Anleihenkaufprogramms. Zudem wird die Notenbank aktualisierte Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der Konjunktur, Inflation und Arbeitslosigkeit bekannt geben.

Am Donnerstag um 9:30 Uhr veröffentlicht die Schweizerische Nationalbank (SNB) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung. Gleichzeitig wird es eine aktualisierte geldpolitische Bewertung geben. Die Notenbank dürfte dabei erneut dem Mindestkurs von EUR/CHF bei 1,20 bekräftigen. Beachtet werden sollte, das SNB-Präsident Thomas Jordan bereits einen Tag früher, am Mittwoch ab 8:45 Uhr, an einer Podiumsdiskussion in Bern teilnimmt. Auch dort können schon marktrelevante Äußerungen zur Geldpolitik fallen.

Auch ansonsten wird die Geldpolitik in der gesamten Woche eine Rolle spielen. Neben den genannten Pressekonferenzen von Janet Yellen und Thomas Jordan, stehen nämlich zahlreiche weitere öffentliche Auftritte von Notenbank-Vorsitzenden an. So wird am Dienstag ab 16:55 Uhr der Vorsitzende der Bank of Canada, Stephen Poloz, in Halifax eine Rede halten. Der Redetext wird bereits 15 Minuten früher veröffentlicht. Ab 18:00 Uhr findet eine Pressekonferenz statt. Am Dienstag ab 18:45 Uhr wird der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, in London sprechen. Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, wird in Tokio sogar gleich zweimal eine Rede halten, nämlich am Mittwoch ab 6:00 Uhr und am Donnerstag ab 8:15 Uhr. Bei allen diesen Veranstaltungen können marktrelevanten Äußerungen nicht ausgeschlossen werden, wodurch dann entsprechende Bewegung in den Märkten entstehen würde.

Am Donnerstag um 15:00 Uhr veröffentlicht die Fed von Philadelphia ihren sogenannten Philly Fed Index. Für diesen werden monatlich rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern nach deren Einschätzung zur derzeitigen Situation, sowie den Konjunkturerwartungen befragt. Ein Index über null signalisiert eine positive Stimmung, wodurch man auch auf eine positive Konjunkturentwicklung schließen kann.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die kanadischen Industrieverkäufe am Dienstag um 13:30 Uhr, die Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise und Baugenehmigungen beide ebenfalls am Dienstag um 13:30 Uhr, das neuseeländische Bruttoinlandsprodukt am Mittwoch um 22:45 Uhr, die Entwicklung der britischen Einzelhandelsumsätze am Donnerstag um 10:30 Uhr, die bestehenden Hausverkäufe in den USA am Donnerstag um 15:00 Uhr, sowie die kanadischen Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze beide am Freitag um 13:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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