Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Die kommende Woche ist aus terminlicher Sicht relativ ruhig. Trotzdem könnten einige Termine für Bewegung in den Märkten sorgen. Den Anfang macht am Montag um 10:00 Uhr der monatlich ermittelte Geschäftsklimaindex des Münchener ifo-Instituts. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt.

Am Dienstag um 16:00 Uhr wird das vom privaten New Yorker Forschungsinstitut „The Conference Board“ (CB) ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Am Mittwoch um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr hohen Niveau.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr veröffentlicht die britische Statistikbehörde ihre zweite Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Sollte es zu größeren Abweichungen zur ersten Schätzung aus Januar kommen, wären entsprechende Bewegungen im britischen Pfund wahrscheinlich.

Am Mittwoch um 16:00 Uhr werden mit den neuen Hausverkäufen aus Januar wichtige amerikanische Immobiliendaten bekannt gegeben. Die Situation auf dem Immobilienmarkt ist ein wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung der USA. Am Freitag um 16:00 Uhr folgen mit den schwebenden Hausverkäufen weitere amerikanische Immobiliendaten.

Am Freitag um 11:00 Uhr wird die europäische Statistikbehörde Eurostat ihre erste Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Februar veröffentlichen. Diese waren im Januar auf 0,7 Prozent gefallen. Abgesehen vom Oktober vergangenen Jahres, als die Inflation ebenfalls bei 0,7 Prozent lag, war dies der tiefste Wert seit November 2009 und deutlich von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent entfernt. Die jetzige Erhebung könnte zu größeren Marktbewegungen führen, da bei einer fortlaufend deutlich zu niedrigen Teuerungsrate oder gar zunehmenden Deflationsgefahren eine erneute geldpolitische Lockerung der Notenbank wahrscheinlich werden würde.

Am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlichte die amerikanische Statistikbehörde ihre zweite Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im 4. Quartal 2012. Die Konjunkturentwicklung beeinflusst nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern ist auch ein wichtiger Faktor der Notenbank für die Geldpolitik. Entsprechende Volatilität könnte in den Märkten entstehen, falls es zu Abweichungen gegenüber der ersten Schätzung von Ende Januar kommt.

Am Freitag ab 16:30 Uhr wird der BOE-Gouverneur Mark Carney an einer Podiumsdiskussion in Frankfurt teilnehmen. Das Thema ist die Finanzstabilität und die Rolle der Zentralbanken. Bei öffentlichen Auftritten des Notenbank-Vorsitzenden kann nie ausgeschlossen werden, dass auch marktrelevante Äußerungen fallen, welche dann zu entsprechenden Bewegungen im britischen Pfund führen würden.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die neuseeländische Handelsbilanz am Mittwoch um 22:45 Uhr, die australischen privaten Kapitalaufwendungen in der Nacht zu Donnerstag um 1:30 Uhr, die amerikanischen Aufträge beweglicher Wirtschaftsgüter am Donnerstag um 14:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr, das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Freitag um 1:00 Uhr, sowie die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes im Dezember am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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