Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Im Fokus stehen insbesondere die amerikanischen Arbeitsmarktdaten für September, welche am Dienstag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Da die Behörde wegen dem Haushaltsstreit geschlossen war, konnten diese nicht planmäßig am 4. Oktober bekannt gegeben werden, was nun nachgeholt wird. Im August hatte sich die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 7,3 Prozent verringert, was der tiefste Stand seit Dezember 2008 war. Trotzdem ist die Arbeitslosen-Quote für amerikanische Verhältnisse immer noch hoch und deutlich von den 6,5 Prozent entfernt, ab welcher die amerikanische Notenbank frühestens über eine Erhöhung des Leitzinses nachdenken möchte. Erwartet wird, dass sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt weiterhin nur langsam fortsetzt. Für September prognostizieren die meisten Experten eine weiterhin unverändert bei 7,3 Prozent liegende Arbeitslosigkeit.

Abgesehen davon sind am Wochenanfang lediglich am Montagnachmittag um 16:00 Uhr die amerikanischen bestehenden Immobilienverkäufe (außer Neubauten) aus September und am Dienstag um 14:30 Uhr die kanadischen Einzelhandelsumsätze von größerem Interesse.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr wird das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Bank of England (BoE) veröffentlicht. Diese hatte zwar keine Änderung an der Geldpolitik vorgenommen. Interessant ist aber nun die Frage, ob die Abstimmungen einstimmig ausgefallen sind und welche Informationen zur weiteren Geldpolitik gewonnen werden können. In diesem Zusammenhang wird auch eine Rede von BoE-Gouverneur Mark Carney beachtet werden, welche dieser am Donnerstag ab 18:45 Uhr auf einer Veranstaltung der Londoner „Financial Times“ zu deren 125-jährigem Bestehen halten wird. Wie immer können bei öffentlichen Auftritten des Notenbank-Vorsitzenden überraschende und marktbewegende Äußerungen nicht ausgeschlossen werden.

Am Mittwoch findet eine geldpolitische Sitzung der Bank of Canada (BOC) statt, deren Ergebnis und ein begleitendes Statement um 16:00 Uhr veröffentlicht werden. Zwar geht man nicht davon aus, dass es zu einer Änderung des Leitzinses kommt. Dennoch wird die Sitzung stark beachtet, da man sich auch bei einer derzeit noch gleichbleibenden Geldpolitik Hinweise zum zukünftigen Kurs der Notenbank erhofft. Dazu könnte es insbesondere bei dem eine halbe Stunde später, um 16:30 Uhr, folgenden geldpolitischen Bericht oder auf der ab 17:00 Uhr beginnenden Pressekonferenz Informationen geben.

Am Donnerstag werden vor allem Konjunkturdaten im Fokus stehen. Das Londoner Markit Institut wird dann erste Schätzungen zum Einkaufsmanagerindex für Oktober veröffentlichen. Den Anfang macht um 3:45 Uhr der chinesische HSBC Einkaufsmanagerindex. Später folgen die Schätzungen für den französischen (9:00 Uhr), deutschen (9:30 Uhr) und den Eurozonen-Einkaufsmanagerindex (10:00 Uhr). Dabei handelt es sich um wichtige monatlich ermittelte Konjunkturindikatoren, für welche Einkaufsmanager von rund 3.000 Industrieunternehmen nach der Entwicklung von bestimmten Kenngrößen, wie Auftragslage, Einkaufspreisen und Anzahl der Beschäftigten befragt werden. Der neutrale Wert liegt bei 50. Indexwerte darüber signalisieren eine sich verbessernde und Indexwerte darunter eine sich verschlechternde Einschätzung der Geschäftslage. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Die jetzigen Schnellschätzungen werden allerdings nur für Deutschland, Frankreich und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Diese werden stark beachtet, da es gewöhnlich keine größeren Abweichungen zum Endergebnis mehr gibt. In den vergangenen Monaten zeigte sich, dass die Eurozone ihre Rezession wohl hinter sich gelassen hat und wieder moderates Wachstum vorhanden ist. Man hofft, dass die jetzige Erhebung diese Tendenz bestätigt. Zu beachten ist, dass Abonnenten von Reuters die Ergebnisse der Einkaufsmanagerindexe jeweils 2 Minuten vor dem angegebenen Veröffentlichungs-Termin erhalten. Daher kann schon dann Bewegung in den Märkten entstehen.

Am Freitag um 10:00 Uhr veröffentlicht das Münchener ifo-Institut seinen monatlich ermittelten Geschäftsklimaindex. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Der Index war im September mit 107,7 gegenüber dem Vormonat zwar nur minimal um 0,1 Punkte angestiegen. Ökonomen waren von mehr ausgegangen. Trotzdem war dies der höchste Stand seit April 2012. Man erwartet, dass sich das deutsche Geschäftsklima weiterhin sehr stark präsentieren wird.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die Entwicklung der australischen Verbraucherpreise in der Nacht zu Mittwoch um 2:30 Uhr, die neuseeländische Handelsbilanz am späten Mittwochabend um 23:45 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, die Verkäufe neuer Immobilien in den USA am Donnerstag um 16:00 Uhr, die erste Schätzung zur Entwicklung des britischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im dritten Quartal am Freitag um 10:30 Uhr, sowie die Aufträge beweglicher Wirtschaftsgüter in den USA am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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