Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Die kommende Woche beginnt am Montag aus terminlicher Sicht relativ ruhig. In den USA ist Feiertag und lediglich in den frühen Morgenstunden um 3:30 Uhr wird die Entwicklung der chinesischen Verbraucherpreise größeres Interesse finden.

In der Nacht zu Dienstag wird um 2:30 Uhr das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) veröffentlicht. Auch wenn es bei dieser keine Änderung an der Geldpolitik gegeben hat, wird das Protokoll stark beachtet, da man dort Informationen zum wahrscheinlichen weiteren Kurs der Notenbank in den kommenden Monaten erhalten könnte.

Am Dienstag um 11:00 Uhr werden die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Dafür wurden rund 300 Analysten und institutionelle Anleger über deren Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen positiven und negativen Meinungen. Erwarten zum Beispiel 20 Prozent eine Verbesserung der Lage, 30 Prozent aber eine Verschlechterung, würde der Wert bei minus 10 liegen (20 minus 30). Analysten, welche keine Veränderung der Situation erwarten, werden nicht berücksichtigt. Insgesamt bedeuten negative Zahlen also eine überwiegend pessimistische Einschätzung, während positive Zahlen Optimismus verkünden. Der Index zeigt sich schon seit längerem sehr stark und man erwartet dies auch für den jetzigen Monat.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr veröffentlicht die britische Statistikbehörde die Arbeitsmarktdaten für September. Diese werden immer stark beachtet. Derzeit gilt dies sogar noch mehr, da die Notenbank ihre Niedrigzinspolitik mindestens so lange fortsetzen möchte bis die Arbeitslosigkeit auf  7 Prozent gefallen ist. Im August lag diese bei 7,8 Prozent und die Bank of England rechnet frühestens im dritten Quartal 2016 mit dem Erreichen des Zielwertes.

Am Donnerstagnachmittag stehen vor allem US-Konjunkturdaten im Fokus. Zunächst werden um 14:30 Uhr die Baugenehmigungen aus September und zur gleichen Zeit die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Um 16:00 Uhr veröffentlicht die Fed von Philadelphia dann noch ihren so genannten Philly Fed Index. Für diesen werden monatlich rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern nach deren Einschätzung zur derzeitigen Situation, sowie den Konjunkturerwartungen befragt. Ein Index über null signalisiert eine positive Stimmung, wodurch man auch auf eine positive Konjunkturentwicklung schließen kann.

Außerdem wichtig im Wochenverlauf ist die Entwicklung der britischen Verbraucher- und Erzeugerpreise am Dienstag um 10:30 Uhr, die neuseeländischen Verbraucherpreise am Dienstag um 23:45 Uhr, die Entwicklung der kanadischen Industrieverkäufe am Mittwoch um 14:30 Uhr, die Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise ebenfalls am Mittwoch um 14:30 Uhr, die britischen Einzelhandelsumsätze am Donnerstag um 10:30 Uhr, das Wachstum des chinesischen BIP im vergangenen Quartal in der Nacht zu Freitag um 4:00 Uhr, die chinesische Industrieproduktion ebenfalls am Freitag um 4:00 Uhr, sowie die Entwicklung der kanadischen Verbraucherpreise am Freitag um 14:30 Uhr. Gleich in der Nacht zu Montag und nochmals in der Nacht zu Freitag stehen zudem zahlreiche chinesische Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.

Beachtet werden sollte, dass die zahlreichen wegen des Haushaltsstreits in den USA noch nicht veröffentlichten Konjunkturdaten jederzeit nachträglich bekannt gegeben werden können. Das würde dann zu entsprechenden Marktbewegungen führen.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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