Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind mehrere wichtige Termine vorhanden, welche für Bewegung in den Märkten sorgen könnten. So gibt am Dienstagmorgen um 6:30 Uhr die Reserve Bank of Australia (RBA) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Diese hatte den Leitzins seit Oktober 2011 in acht Schritten bis auf 2,5 Prozent gesenkt. Zuletzt gab es im Juli eine Verringerung um 25 Basispunkte. Vor einem Monat ließ das begleitende Statement aber darauf schließen, dass entgegen den Erwartungen vieler Experten in der nächsten Zeit kein weiterer Zinsschritt erfolgen dürfte. Entsprechend geht man auch diesmal von einer gleichbleibenden Geldpolitik aus, wird aber umso stärker das begleitende Protokoll beachten.

Außerdem stehen am Dienstag mit den finalen europäischen Einkaufsmanagerindexen für den Industriebereich wichtige Konjunkturindikatoren im Fokus. Dabei stehen weniger die großen Länder Frankreich und Deutschland im Mittelpunkt. Für diese wurden nämlich bereits Schnellschätzungen veröffentlicht. Spannend sind jetzt die Ergebnisse für die Krisenländer Spanien (9:15 Uhr) und Italien (9:45 Uhr), für welche es vorab keine Zahlen gab. Indexwerte über 50 Punkten deuten dabei auf eine sich verbessernde Situation bei den Unternehmen, während sich bei Werten unter 50 Punkten die Lage verschlechtert. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Abonnenten von Reuters erhalten die Ergebnisse jeweils schon 2 Minuten vor dem offiziellen Veröffentlichungs-Termin. Somit kann dann schon Bewegung in den Märkten entstehen. Die finalen Ergebnisse für den Dienstleistungsbereich folgen am Donnerstag. Die Ergebnisse zeigen schon seit einiger Zeit eine deutliche Stabilisierung. Man hofft, dass sich diese positive Entwicklung nun bestätigt und die Eurozone die bisher längste Rezession ihrer Geschichte nachhaltig hinter sich lassen kann.

Auch für Großbritannien wird am Dienstag um 10:30 Uhr der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und am Donnerstag um 10:30 Uhr für den Dienstleistungsbereich veröffentlicht. Außerdem erscheint am Mittwoch um 10:30 Uhr der Einkaufsmanagerindex für die Baubranche.

Ein weiterer Einkaufsmanagerindex wird am Dienstag um 16:00 Uhr vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation. Am Donnerstag, ebenfalls um 16:00 Uhr, folgt der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich.

Am Mittwoch um 13:45 Uhr gibt die Europäische Zentralbank (EZB) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Obwohl sich die Konjunktur der Eurozone in den vergangenen Monaten stabilisiert hat, sind nach Ansicht der EZB weiterhin große Risiken vorhanden. Daher hatte man vor einem Monat sogar über eine erneute Senkung des bereits auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent liegenden Leitzinses diskutiert, sich dann aber dagegen entschieden. Wahrscheinlich wird es auch diesmal zu keinen größeren Änderungen der Geldpolitik kommen. Trotzdem werden auch in diesem Fall die Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi auf der ab 14:30 Uhr stattfindenden Pressekonferenz größere Beachtung finden.

Am Mittwoch ab 21:30 Uhr wird der Gouverneur der amerikanischen Notenbank (Fed), Ben Bernanke, eine Rede auf einer Veranstaltung der regionalen Fed von St. Louis halten. Da eines der Haupt-Themen der Märkte weiterhin die Frage ist, ab wann die Notenbank ihre Anleihenkäufe verringern wird, stehen die ohnehin schon immer stark beachteten öffentliche Auftritte ihres Vorsitzenden noch mehr im Fokus.

In der Nacht zu Freitag wird die Bank of Japan (BoJ) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Weitere Lockerungen der ohnehin schon sehr expansiven Geldpolitik werden derzeit zwar nicht erwartet. Dennoch wird in jedem Fall das begleitende Statement und die anschließende Pressekonferenz mit BoJ-Gouverneur Kuroda stark beachtet werden.

Ein weiterer Höhepunkt der Woche sind die amerikanischen Arbeitsmarktdaten für September, welche am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Im August war die Arbeitslosenquote mit 7,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Januar 2009 gesunken. Trotzdem ist die Quote für amerikanische Verhältnisse noch hoch und deutlich von den 6,5 Prozent entfernt, ab welcher die amerikanische Notenbank frühestens über eine Erhöhung des Leitzinses nachdenken möchte. Erwartet wird, dass sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt weiterhin nur langsam fortsetzt. Zudem hatte die Anzahl neu geschaffener Stellen vor einem Monat enttäuscht. Einen Vorgeschmack auf das Ergebnis können schon am Mittwoch um 14:15 Uhr der ADP Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag um 14:30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben.  Sollte es hier zu größeren Abweichungen von den Erwartungs-Werten kommen, wäre dies ein Indiz dafür, dass es auch bei den offiziellen Zahlen am Freitag eine Überraschung geben könnte.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Montag um 3:00 Uhr, die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes im Juli am Montag um 14:30 Uhr, die australischen Einzelhandelsumsätze am Dienstag um 3:30 Uhr, sowie die australischen Baugenehmigungen und die Handelsbilanz beide am Mittwochmorgen um 3:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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