Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Nachdem der Montag noch relativ ruhig ist, stehen im weiteren Wochenverlauf eine ganze Reihe wichtiger Termine an. In der Nacht zu Dienstag wird der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, ab 1:15 Uhr MESZ auf einer Konferenz der Federal Reserve Bank von Atlanta eine Rede halten. Bei der Veranstaltung geht es um Mittel und Wege zum Erhalt der Finanzstabilität. Es ist daher zu erwarten, dass auch Bernanke direkt auf die derzeitige und zukünftige Geldpolitik eingehen wird. Sollte es dabei zu überraschenden Äußerungen kommen, könnten entsprechende Bewegungen in den Märkten die Folge sein. Das Gleiche gilt auch für eine weitere Rede, welche Bernanke am Freitag ab 18:30 Uhr hält.

Ein Höhepunkt der Woche ist das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der amerikanischen Notenbank, welches am Mittwoch um 20:00 Uhr veröffentlicht wird. Der Offenmarktausschuss (FOMC) hatte vor knapp zwei Wochen keine Änderungen an der Geldpolitik vorgenommen, gleichzeitig aber betont, dass die ultralockere Geldpolitik voraussichtlich noch lange Zeit beibehalten wird. Konkret soll dies der Fall sein bis die Arbeitslosigkeit unter 6,5 Prozent gefallen ist. In den letzten Wochen waren allerdings vermehrt Stimmen aus Notenbank-Kreisen bekannt geworden, welche sich für ein früheres Ende der expansiven Geldpolitik ausgesprochen haben. Die stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses waren sich in dieser Hinsicht aber bisher immer weitgehend einig, dass nicht mit einem baldigen Ende zu rechnen ist. Das Protokoll wird nun zeigen, ob die Mehrheitsverhältnisse im FOMC immer noch so sind.

Am Freitagnachmittag werden mehrere wichtige Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Zunächst schaut man um 14:30 Uhr auf die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise. Dabei gibt es jeweils einen allgemeinen und einen so genannten Kern-Wert, welcher besonders volatile Bereiche ausblendet und somit für ein aussagekräftigeres Ergebnis sorgt. Bei den Einzelhandelsumsätzen wird dafür der Automobilbereich ausgeklammert. Die Kern-Erzeugerpreise sind ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie.

Am Freitag um 15:55 Uhr veröffentlicht die Universität Michigan ihre erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen. Für diesen bereits seit 1978 ermittelten Index werden monatlich ca. 500 Haushalte befragt. Diese geben dabei Auskunft über ihre Einschätzung zur gegenwärtigen Situation und zu den Erwartungen für einen Zeitraum von einem und fünf Jahren. Dies sowohl im Hinblick auf den eigenen Haushalt, als auch insgesamt für das wirtschaftliche Klima. Außerdem werden Angaben über das voraussichtliche Kaufverhalten gemacht. Über den Indikator kann man somit die Entwicklung des Konsumverhaltens prognostizieren. Da dieses rund zwei Drittel des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kommt der Veröffentlichung eine entsprechend hohe Bedeutung zu.

Am Freitagabend kommen die Finanzminister der Eurozone, die so genannte Eurogruppe, zu ihrem turnusmäßigen Treffen zusammen. Wie immer folgt einen Tag später, am Samstag, das so genannte ECOFIN-Treffen, an welchem dann auch die Finanzminister der EG-Länder ohne Euro teilnehmen.

Im Wochenverlauf werden außerdem mehrere chinesische Konjunkturdaten veröffentlicht. Besonders wichtig sind dabei die Verbraucherpreise am Dienstagmorgen um 3:30 Uhr und die Handelsbilanz in der Nacht zu Mittwoch. Die chinesische Wirtschaftsentwicklung wird von Investoren sehr stark beachtet, da China eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft hat.

Ebenfalls beachtet werden italienische Anleihenauktionen am Mittwoch und Donnerstag. Durch die schwierige politische Situation im Land und die Zypern-Krise waren die Renditen in letzter Zeit wieder leicht angestiegen. Trotzdem befinden sich diese auf den Umständen entsprechend zufriedenstellendem Niveau und auch die Nachfrage nach Bonds des Landes bleibt bisher hoch. Man hofft, dass auch die jetzigen Auktionen erfolgreich verlaufen. Das Ergebnis wird jeweils gegen 10:45 Uhr bekannt gegeben.

Die Aufstellung aller Termine finden Sie wieder unter: http://www.tradernews.de/wirtschaftskalender

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