Wichtige Termine in der kommenden Woche

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Am Anfang der kommenden Woche könnte der Ausgang der deutschen Bundestagswahlen Einfluss auf die Märkte haben. Vor allem, da die Zusammensetzung der zukünftigen Regierung auch Auswirkungen auf das weitere Vorgehen in der Eurokrise haben wird. Der weitere Wochenverlauf ist dann aus terminlicher Sicht relativ ruhig. Dennoch sind einige vorhanden, welche beachtet werden sollten.

Gleich am Montag wird das Londoner Markit Institut erste Schätzungen zum Einkaufsmanagerindex für September veröffentlichen. Den Anfang macht um 3:45 Uhr der chinesische HSBC Einkaufsmanagerindex. Später folgen die Schätzungen für den französischen (9:00 Uhr), deutschen (9:30 Uhr) und den Eurozonen-Einkaufsmanagerindex (10:00 Uhr). Dabei handelt es sich um wichtige monatlich ermittelte Konjunkturindikatoren, für welche Einkaufsmanager von rund 3.000 Industrieunternehmen nach der Entwicklung von bestimmten Kenngrößen, wie Auftragslage, Einkaufspreisen und Anzahl der Beschäftigten befragt werden. Der neutrale Wert liegt bei 50. Indexwerte darüber signalisieren eine sich verbessernde und Indexwerte darunter eine sich verschlechternde Einschätzung der Geschäftslage. Die europäische Umfrage wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland durchgeführt. Die Geschäftstätigkeit dieser Länder entspricht rund 90 Prozent der gesamten Eurozone. Die jetzigen Schnellschätzungen werden allerdings nur für Deutschland, Frankreich und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Diese werden stark beachtet, da es gewöhnlich keine größeren Abweichungen zum Endergebnis mehr gibt. In den vergangenen Monaten zeigte sich, dass die Eurozone ihre Rezession wohl vorerst hinter sich gelassen hat und wieder moderates Wachstum vorhanden ist. Man hofft, dass die jetzige Erhebung diese Tendenz bestätigt. Anlass zur Sorge hatte in den letzten Monaten allerdings Frankreich gegeben, wodurch man auf die dortige Entwicklung verstärkt achten wird. Zu beachten ist, dass Abonnenten von Reuters die Ergebnisse der Einkaufsmanagerindexe jeweils 2 Minuten vor dem angegebenen Veröffentlichungs-Termin erhalten. Daher kann schon dann Bewegung in den Märkten entstehen.

Außerdem wird am Montag ab 15:00 Uhr eine Anhörung von EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Europäischen Parlament in Brüssel stattfinden. Dieser wird sich dort zur Entwicklung der Konjunktur und zu Geldpolitik äußern. Eine weitere Rede wird Draghi am Freitag ab 11:00 Uhr in der Bocconi Universität in Mailand halten.

Am Dienstag um 10:00 Uhrveröffentlicht das Münchener ifo-Institut seinen monatlich ermittelten Geschäftsklimaindex. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Der Index erreichte im August mit 107,5 Punkten den höchsten Stand seit April 2012.

Am Dienstag um 16:00 Uhr veröffentlicht das private amerikanische Forschungsinstitut „The Conference Board“ in New York ihr ermitteltes Verbrauchervertrauen. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Am Mittwoch um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Dies spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr guten Niveau. Vor einem Monat war das Konsumklima zwar überraschend leicht rückläufig gewesen. Allerdings lag es immer noch sehr hoch und war erst  im Vormonat auf dem höchsten Stand seit fast 2 Jahren gestiegen.

Weitere Termine, welche im Wochenverlauf beachtet werden sollten, sind die kanadischen Einzelhandelsumsätze am Dienstag um 14:30 Uhr, die neuseeländische Handelsbilanz in der Nacht zu Mittwoch um 0:45 Uhr, die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA am Mittwoch um 14:30 Uhr, die amerikanischen neuen Hausverkäufe am Mittwoch um 16:00 Uhr, die britische Leistungsbilanz am Donnerstag um 10:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, die amerikanischen schwebenden Hausverkäufe am Donnerstag um 16:00 Uhr, sowie das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Freitag um 3:00 Uhr.

Die Einzelaufstellung der Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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