Wichtige Termine in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Der Montag beginnt allerdings noch ruhig. Erst am Dienstag achtet man um 10:30 Uhr auf die Entwicklung der britischen Verbraucherpreise und um 14:30 Uhr auf die amerikanischen Einzelhandelsumsätze. In der Nacht zu Mittwoch folgen um 0:45 Uhr die neuseeländischen Einzelhandelsumsätze.

Am Mittwoch um 10:30 Uhr könnte größere Bewegung im britischen Pfund entstehen. Dann werden nämlich die britischen Arbeitsmarktdaten, sowie das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Bank of England (BoE) von Anfang August veröffentlicht. Die Notenbank hatte dabei keine Änderung an der Geldpolitik vorgenommen. In der vorangegangenen Juli-Sitzung hatte man sich einstimmig gegen eine Ausweitung des seit fast einem Jahr ausgeschöpften Anleihenkaufprogramms ausgesprochen. Das war etwas überraschend, da in den Sitzungen zuvor jeweils drei Ausschuss-Mitglieder dafür votiert hatten. Aufgrund der weiterhin hohen Inflation bei gleichzeitig zuletzt ermutigenden Konjunkturindikatoren geht man davon aus, dass es bei dieser Einstimmigkeit geblieben ist.

Am Mittwoch um 11:00 Uhr werden die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland und die Eurozone insgesamt veröffentlicht. Dafür wurden rund 300 Analysten und institutionelle Anleger über deren Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen positiven und negativen Meinungen. Erwarten zum Beispiel 20 Prozent eine Verbesserung der Lage, 30 Prozent aber eine Verschlechterung, würde der Wert bei minus 10 liegen (20 minus 30). Analysten, welche keine Veränderung der Situation erwarten, werden nicht berücksichtigt. Insgesamt bedeuten negative Zahlen also eine überwiegend pessimistische Einschätzung, während positive Zahlen Optimismus verkünden. Seit Dezember liegt der Index im positiven Bereich. Vor einem Monat hatte sich die Stimmung allerdings leicht um 2,2 Punkte auf 36,3 Punkte eingetrübt. Ökonomen hatten eigentlich einen Anstieg erwartet. Dennoch bleiben die Konjunkturerwartungen auf einem historisch betrachtet sehr hohen Niveau.

Am Donnerstag um 16:00 Uhr veröffentlicht die Fed von Philadelphia ihren so genannten Philly Fed Index. Für diesen werden monatlich rund 250 Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmern nach deren Einschätzung zur derzeitigen Situation, sowie den Konjunkturerwartungen befragt. Ein Index über null signalisiert eine positive Stimmung, wodurch man auch auf eine positive Konjunkturentwicklung schließen kann. Von Minus 5,2 Punkte im Mai, schoss der Index anschließend bis auf 19,8 Punkte im Juli nach oben. Man hofft, dass sich diese positive Entwicklung fortgesetzt hat.

Am Freitag um 15:55 Uhr veröffentlicht die Universität Michigan ihre erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen. Für diesen bereits seit 1978 ermittelten Index werden monatlich ca. 500 Haushalte befragt. Diese geben dabei Auskunft über ihre Einschätzung zur gegenwärtigen Situation und zu den Erwartungen für einen Zeitraum von einem und fünf Jahren. Dies sowohl im Hinblick auf den eigenen Haushalt, als auch insgesamt für das wirtschaftliche Klima. Außerdem werden Angaben über das voraussichtliche Kaufverhalten gemacht. Über den Indikator kann man somit die Entwicklung des Konsumverhaltens prognostizieren. Da dieses rund zwei Drittel des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kommt der Veröffentlichung eine entsprechend hohe Bedeutung zu.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die amerikanischen Erzeugerpreise am Mittwoch um 14:30 Uhr, die britischen Einzelhandelsumsätze am Donnerstag um 10:30 Uhr, die Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise am Donnerstag um 14:30 Uhr, die amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ebenfalls am Donnerstag um 14:30 Uhr, sowie die amerikanischen Baugenehmigungen am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung der Termine finden sie hier: Wirtschaftskalender

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