Wichtige Termine in der kommenden Woche

Die kommende Woche ist aus terminlicher Sicht relativ ruhig. Dennoch sind einige Termine zu beachten, welche die Märkte bewegen könnten. Den Anfang macht am Montag um 10:00 Uhr der vom Münchener ifo-Institut monatlich ermittelte Geschäftsklimaindex. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Der Index hatte sich nach einem zwischenzeitlichen Hoch im Februar bei 107,4 Punkten, im März und April wieder leicht abgeschwächt, konnte aber im Mai bereits wieder auf 105,7 Punkte zulegen. Historisch betrachtet ist das ein sehr gutes Niveau. Man hofft, dass sich die stabilen Aussichten der deutschen Industrie auch im Juni bestätigen und der Index erneut zulegen kann.

Am Dienstag um 16:00 Uhr veröffentlicht das private amerikanische Forschungsinstitut „The Conference Board“ in New York ihr ermitteltes Verbrauchervertrauen. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Ebenfalls am Dienstag um 16:00 Uhr werden die neuen Hausverkäufe in den USA veröffentlicht. Weitere Zahlen für die Immobilienbranche folgen am Donnerstag um 16:00 Uhr mit den schwebenden Hausverkäufen. Der amerikanische Immobilienmarkt hat sich in den letzten Monaten deutlich erholt. Trotzdem befindet er sich weiterhin auf einem langfristig betrachtet niedrigen Niveau.

Am Mittwoch um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr guten Niveau.

Am Mittwoch ab 11:00 Uhr findet im britischen Parlament die vierteljährliche „Inflations-Anhörung“ statt. Der Gouverneur der Bank of England Mervyn King und andere Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses werden dort über die Notenbank-Prognosen zur weiteren Entwicklung der Teuerung berichten, sowie in diesem Zusammenhang den geldpolitischen Kurs erklären. Für Mervyn King ist es die letzte Inflations-Anhörung, da er Ende des Monats aus dem Amt scheidet.

Am Donnerstag findet in Brüssel ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union statt. Hauptsächlich wird es dort um die geplante Bankenunion gehen. Insbesondere bezüglich der Einlagensicherung und der Abwicklung von maroden Instituten wurden bisher noch keine abschließenden Vereinbarungen getroffen.

Mit Ausnahme des Montags finden außerdem an jedem Tag der Woche italienische Anleihenauktionen statt, deren Ergebnisse jeweils gegen 11:15 Uhr bekannt gegeben werden. Nachdem die Renditen für Anleihen des Landes vor einem Jahr auf teilweise langfristig nicht tragbaren Niveaus gelegen hatten, sind sie seitdem sukzessive gesunken. Für die Entspannung wird insbesondere die Entscheidung der EZB unter bestimmten Bedingungen Anleihen zu kaufen verantwortlich gemacht. Auch neue Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Euro Krise, wie vor kurzem die Patt-Situation nach der Wahl in Italien oder die Zypern-Krise, habe nicht zu einem größeren Anstieg geführt.

Weitere Termine die im Wochenverlauf beachtet werden sollten sind die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA am Dienstag um 14:30 Uhr, die britische Leistungsbilanz am Donnerstag um 10:30 Uhr, die amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche am Donnerstag um 14:30 Uhr und die Entwicklung des kanadischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im April am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Aufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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