Wichtige Termine in der kommenden Handelswoche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Den Anfang macht am Montag um 10:00 Uhr der monatlich ermittelte Geschäftsklimaindex des Münchener ifo-Instituts. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden regelmäßig rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Der Index liegt schon seit geraumer Zeit auf sehr hohem Niveau und war im Dezember mit 109,5 Punkten auf den höchsten Stand seit April 2012 geklettert.

Am Dienstag um 10:30 Uhr wird die britische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal bekannt geben. Die britische Wirtschaft konnte in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres mit steigender Tendenz wachsen. Im dritten Quartal betrug der Anstieg des BIP 0,8 Prozent und auch im vierten Quartal dürfte sich die positive Tendenz fortgesetzt haben.

Am Dienstag um 16:00 Uhr wird das vom privaten New Yorker Forschungsinstitut „The Conference Board“ (CB) ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Am Mittwoch um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr guten Niveau.

Am Donnerstag ab 13:15 Uhr wird der Gouverneur der Bank of England (BoE), Mark Carney, im schottischen Edinburgh eine Rede halten. Öffentliche Auftritte des Notenbank-Vorsitzenden können potenziell immer zu Bewegungen in den Märkten führen, da nie ausgeschlossen werden kann, dass marktrelevante Äußerungen fallen. Das Gleiche gilt für eine Rede des neuseeländischen Notenbank-Vorsitzenden Graeme Wheeler in der Nacht zu Freitag ab 0:00 Uhr.

Der Höhepunkt der Woche ist das Sitzungsergebnis der amerikanischen Notenbank (Fed) am Mittwoch um 20:00 Uhr. Es handelt sich dabei um die letzte Sitzung unter dem scheidenden Gouverneur Ben Bernanke. Es wird zwar diesmal keine Pressekonferenz stattfinden und auch werden keine neuen Prognosen zur weiteren konjunkturellen Entwicklung veröffentlicht. Trotzdem wird mit Spannung erwartet, ob die Notenbank das Volumen ihrer monatlichen Anleihenkäufe schon jetzt erneut drosselt und sofern dies der Fall ist, in welchem Umfang. Die Fed hatte den langsamen Ausstieg aus den Anleihenkäufen, das sogenannte „Tapering“, im Dezember mit einer Verringerung um 10 Milliarden auf nur noch 75 Milliarden Dollar monatlich begonnen. Die meisten Experten prognostizieren für die jetzige Sitzung eine erneute Verringerung um wieder 10 Milliarden Dollar.

Am Mittwoch um 21:00 Uhr wird die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Größere Änderungen werden nicht erwartet. Dennoch wird das begleitende Statement im Fokus stehen, da daraus Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik ersichtlich sind.

Am Donnerstag um 14:30 Uhr wird die amerikanische Statistikbehörde ihre erste Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal bekannt geben. Im dritten Quartal 2013 hatte das Wirtschaftswachstum mit einem Anstieg um 2,8 Prozent positiv überrascht. Ökonomen hatten im Vorfeld damals einen geringeren Wert erwartet.

Weitere wichtige Termine im Wochenverlauf sind die neuen Hausverkäufe in den USA am Montag um 16:00 Uhr, das australische NAB Geschäftsvertrauen am Dienstag um 1:30 Uhr, die amerikanischen Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter am Dienstag um 14:30 Uhr, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Donnerstag um 14:30 Uhr, die schwebenden Hausverkäufe in den USA am Donnerstag um 16:00 Uhr, die neuseeländische Handelsbilanz am Donnerstag um 22:45 Uhr, die australischen Erzeugerpreise in der Nacht zu Freitag um 1:30 Uhr und die Entwicklung des kanadischen BIP im November vergangenen Jahres am Freitag um 14:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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