USD/JPY: Kein Ende der Yen-Abwertung in Sicht

Die extrem expansive Geldpolitik in Japan setzt den Yen seit Monaten unter Druck. Während der Kurs von USD/JPY im Oktober vergangenen Jahres noch bei rund 78 lag, wurde bereits im März ein vorläufiges Jahreshoch bei 96,71 erreicht. Anschließend ist das Paar in eine Konsolidierung übergegangen und bis zu einem Tief bei 92,53 in der vergangenen Woche gefallen. Die Bank of Japan hat durch ihre umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen dann aber ab Donnerstag für ein Ende dieser Korrektur gesorgt. Der Dollar konnte sich nicht nur erholen, sondern sogar neue Jahreshochs erreichen. In der vergangenen Nacht lag das Hoch mit 99,66 wieder fast bei 100. Das war der höchste Stand seit Mai 2009 und eine Aufwertung um rund 24 Prozent in den letzten sechs Monaten. Heute Vormittag verliert der Dollar zwar wieder leicht und eine etwas stärkere Korrektur kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Zum einen ist der Kurs überkauft. Zum anderen gibt es Warnsignale, wie eine negative Divergenz im RSI. Trotzdem ist aus jetziger Sicht eine kurzfristige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung am wahrscheinlichsten. Die nächsten wichtigen Ziele liegen bei 100; 101,45 und 103. Mittelfristig könnte es bis über 110 nach oben gehen. Aber auch falls es nun doch zu einer stärkeren Korrektur kommen sollte, würde das Chartbild längerfristig bullish bleiben. Etwas eintrüben würde sich das kurzfristige Bild unter 95,74. Wobei aber sogar erst unter 93,80 und insbesondere unter 92,53 die Situation auch längerfristig neu bewertet werden müsste.

Tageschart USD/JPY (Stand ca. 13:15 Uhr):
USDJPY

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