USD/JPY: BoJ verdoppelt Kreditprogramm

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Die Bank of Japan (BoJ) hat bei ihrer geldpolitischen Sitzung in der Nacht zu Dienstag ihr eigentlich zum März auslaufendes Kreditprogramm um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig wurde das Volumen auf 7 Billionen Yen verdoppelt. Im Rahmen dieses Programmes können sich japanische Banken bei der Notenbank Gelder zu einem Zinssatz von 0,1 Prozent ausleihen. So soll die Kreditvergabe angekurbelt und die Konjunktur gestärkt werden.

Einstimmig wurde außerdem beschlossen, dass unverändert Wertpapiere in einer Höhe von jährlich 60 bis 70  Billionen Yen gekauft werden sollen. Einige Experten hatten diesbezüglich eine Anhebung des Volumens erwartet, nachdem das Wirtschaftswachstum Ende des vergangenen Jahres mit 0,3 Prozent unter den Erwartungen geblieben war. BoJ-Gouverneur Haruhiko Kurado betonte zwar, dass man nicht zögern werde die Geldpolitik im Falle von eintretenden Risiken anzupassen. Derzeit sei die japanische Konjunktur aber „in der Spur und entwickelt sich entsprechend unseren Prognosen“.

Die japanische Notenbank will durch eine extrem lockere Geldpolitik das Land aus der Deflation führen und bis zum Jahr 2015 eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen. Gleichzeitig soll die schwächelnde Konjunktur angekurbelt werden. Eine Gefahr für die weitere wirtschaftliche Erholung könnte die für April vorgesehene Mehrwertsteuer-Erhöhung darstellen. Viele Verbraucher ziehen aus diesem Grund größere Anschaffungen derzeit vor. Die Nachfrage könnte dann aber anschließend fehlen.

Charttechnische Betrachtung von USD/JPY:

Der Dollar hatte gegenüber dem Yen seine ursprünglich bereits im Oktober 2012 bei rund 78 begonnene Aufwärtsbewegung in den letzten Monaten des vergangenen Jahres fortgesetzt und am 2. Januar dieses Jahres ein Hoch bei 105,44 erreicht. Anschließend hat das Paar aber deutlich nach unten korrigiert. Anfang Februar wurde ein Tief bei nur noch 100,73 erreicht, wodurch sämtliche Gewinne seit Mitte November wieder verloren waren. Seitdem ist nur noch wenig Bewegung zu sehen und der Kurs bewegt sich größtenteils um den Bereich von 102. Die weitere Entwicklung ist nicht ganz eindeutig. Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends aus dem vergangenen Jahr müsste eine weitere Erholung bis über 103,58 gelingen. Erst in diesem Fall wäre auch eine Rückkehr über 105 und eine anschließende Fortsetzung des Aufwärtstrends mit Zielen bei 108 und 110 wieder wahrscheinlich. Dreht der Kurs aber erneut nach unten, würde sich die Situation schon unter 101,40 kurzfristig wieder eintrüben. Spätestens unter dem genannten Tief von Anfang Februar bei 100,73 dürfte dann anschließend auch die markante Unterstützungszone zwischen der bei ungefähr 100,21 liegenden 200-Tageslinie, der psychologisch wichtigen Marke von 100 und der Unterstützung bei 99,54 (Tagestief vom 19. November) getestet werden. Aus der Sicht von Dollar-Bullen sollte dieser Bereich nicht nachhaltig unterschritten werden. Andernfalls würde dies für weitere Abgaben bis 95,77; 93,77 und vielleicht in den Bereich 92,53/90,84 sprechen.

Tageschart USD/JPY (Stand Dienstag, 18.2.14, ca. 16:00 Uhr):
USDJPY

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