RBA lässt Leitzins unverändert

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat bei ihrer geldpolitischen Sitzung am heutigen Dienstag den Leitzins unverändert bei 3,0 Prozent belassen. Ökonomen hatten dies überwiegend so erwartet. Seit November 2011 war der Leitzins zuvor von 4,75 Prozent in sechs Schritten gesenkt worden. Zuletzt ging es im Dezember um 25 Basispunkte auf den heutigen Wert nach unten. Die Notenbank teilte mit, dass die bisherigen Zinssenkungen bereits einen positiven Effekt auf die Konjunktur hätten und man davon ausgeht, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Insgesamt kommentierte Notenbank-Gouverneur Glenn Stevens die Situation etwas optimistischer, als noch vor einem Monat. Dies kann als Zeichen gewertet werden, dass auch bei den kommenden Sitzungen nicht mit einem Zinsschritt zu rechnen ist. Allerdings betonte die RBA, dass man zu weiteren Lockerungen bereit sei, falls diese notwendig werden würden. Spielraum dafür wäre vorhanden, da sich die Inflation weiterhin im Zielbereich von 2 bis 3 Prozent befindet.

Ob in den kommenden Monaten der Leitzins doch noch gesenkt wird, ist unter Experten umstritten. Die Mehrheit prognostiziert allerdings, dass mit dem aktuellen Stand der Tiefpunkt bereits erreicht ist. So kommentierten die Analysten der Commerzbank beispielsweise nach der Notenbank-Sitzung, dass sich die Abwärtsrisiken für das Weltwirtschaftswachstum verringert hätten und sich die Rohstoffpreise auf historisch hohem Niveau befinden würden. Da sich zudem laut RBA bereits ein expansionistischer Effekt auf die Wirtschaft zeigen würde, spreche dies dafür, dass es zu keinem neuerlichen Zinsschritt kommt. Zumindest sofern es nicht einen neuen wirtschaftlichen Schock geben würde, welcher den Ausblick für die australische Konjunktur und Inflation gefährdet.

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