PMI

Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) der Eurozone blieben im April schwach, wobei sich die meisten Werte stabilisierten – mit Ausnahme Deutschlands. Obwohl die deutsche Wirtschaft keine niedrigeren Zinsen brauche, habe dies die Hoffnungen auf eine Zinssenkung durch die EZB nächste Woche genährt, schreibt Credit Suisse in einem Kommentar. Die Märkte hätten die Renditen von Peripherieanleihen seit der letzten EZB-Sitzung deutlich nach unten gedrückt. Trotz des gedämpften Geschäftsklimas, der schwachen Inflation und der EZB-Kommentare hinsichtlich einer möglichen Senkung bleibt die Grossbank indes bei ihrem Basisszenario, dass die EZB ihr Zinsniveau beibehält. Sie könnte aber mit einer Lockerung in anderer Form überraschen, etwa durch günstige Refinanzierung gebunden an Kreditvergabe.

Die japanische Grossbank Nomura ändert dagegen ihre Prognose und erwartet, dass die EZB den Leitzins von 075 auf 0,5% senkt. Im April habe die Notenbank trotz Stagnation der Wirtschaft noch abgewartet. Der damalige Kommentar von EZB-Präsident Mario Draghi, «bereit zu sein», gekoppelt mit den abermals schlechten neuen Daten, insbesondere des deutschen Ifo-Index, habe die Wahrscheinlichkeit gesteigert, dass der Zinsschritt bereits im Mai vollzogen werde.

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