GBP/USD: Weiterer Anstieg wahrscheinlich

Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzung der Bank of England am Donnerstag (das Ergebnis wird um 13:00 Uhr veröffentlicht) zeigt GBP/USD nur wenig Bewegung und konsolidiert unterhalb von 1,56. Kurzfristig könnte das britische Pfund nach dem deutlichen Anstieg Ende April noch etwas weiter konsolidieren. Ein mögliches Ziel liegt bei 1,54. Zwischen Januar und Anfang März hatte das Paar deutlich von 1,638 bis zu einem Tief am 12. März bei 1,4829 abgewertet. Von dort ist nun aber ein stabiler Aufwärtstrend zu sehen, welcher sich wenn nicht direkt, dann doch mittelfristig fortsetzen dürfte. Sobald ein nachhaltiger Anstieg über 1,56 gelingt, liegen die nächsten Ziele bei ungefähr 1,5755 (200-Tageslinie) und dann 1,59. Längerfristig ist ein Anstieg bis über 1,63 zu erwarten. Geändert werden müsste diese Prognose dagegen, falls der Kurs unter die Aufwärtstrendlinie (derzeit ungefähr bei 1,5315 und insbesondere unter das Tief vom 23. April bei 1,5195 rutscht. Dann würde sich das Chartbild auch längerfristig wieder eintrüben und für eine weitere Abwertung bis 1,503; 1,48 und längerfristig sogar 1,423 sprechen.

Obwohl sich bei den letzten Notenbank-Sitzungen jeweils drei der neun stimmberechtigten Mitglieder, darunter auch Notenbank-Gouverneur Mervyn King, für eine Ausweitung der Anleihenkäufe ausgesprochen hatten, halten die meisten Ökonomen eine geldpolitische Lockerung an diesem Donnerstag für äußerst unwahrscheinlich. Die oben genannte längerfristig bullishe Prognose ist daher auch unter diesem Vorbehalt zu sehen. Sollte die Notenbank nämlich überraschend die Geldpolitik doch lockern, würde dies das britische Pfund belasten und doch die bearishe Variante wahrscheinlich machen.

Tageschart GBP/USD (Stand ca. 13:00 Uhr):
GBPUSD

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