GBP/USD: Pfund vor neuer Abwärtsbewegung?

Zwischen Januar und Anfang März hatte das britische Pfund deutlich abgewertet. Am 2. Januar lag der Kurs mit 1,638 noch am oberen Rand einer seit Mitte 2011 zu sehenden breiten Seitwärtsrange zwischen rund 1,52 und 1,64. Von dort ging es dann steil nach unten. Am 20. Februar wurde die genannte Seitwärtsrange sogar verlassen und gleichzeitig die sehr langfristige Aufwärtstrendlinie beginnend bei 1,35, dem Tiefpunkt in der Finanzkrise 2009, gebrochen. Das waren charttechnisch sehr schlechte Zeichen und entsprechend war es keine Überraschung, dass sich die Pfund-Abwertung zunächst weiter fortsetzte. Am 12. März fiel der Sterling im Tief bis 1,4829 und erreichte damit fast den nächsten wichtigen Unterstützungsbereich bei 1,48. Von dort startete dann eine langsame aber doch kontinuierliche Gegenbewegung, welche GBP/USD in der Spitze bis 1,5411 am 11. April geführt hat. Diese Aufwärtsbewegung konnte die britische Währung in der vergangenen Woche aber nicht fortsetzen, sondern drehte bis 1,5212 nach unten. Nur wenig tiefer liegt eine wichtige Unterstützung. Sollte der Kurs auch unter 1,5195 fallen, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Die nächste wichtige Unterstützung findet sich dann bei 1,503. Spätestens darunter müsste von einer Fortsetzung der langfristigen Abwärtsbewegung bis 1,48 und möglicherweise 1,423 ausgegangen werden. Aus jetziger Sicht ist diese Entwicklung durchaus wahrscheinlich. Sollte der Kurs aber anderseits nun doch wieder nach oben drehen und anschließend auch den Bereich 1,5411 überschreiten, wäre der Weg frei für eine weitere Aufwertung bis 1,56 und 1,58. Längerfristig könnte in diesem Fall auch der obere Range-Bereich bei 1,63 angesteuert werden.

Tageschart GBP/USD:
GBPUSD

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