EUR/USD wertet weiter ab und erreicht wichtigen Unterstützungsbereich

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EUR/USD hat auch in der vergangenen Woche die seit dem 19. Juni zu sehende Abwertung fortgesetzt und ist am Freitag im Tief bis 1,2803 gefallen. Das Paar hat damit nicht nur die 100- und 200-Tageslinie nachhaltig unterschritten, sondern ist auch in den ehemaligen Abwärtstrend beginnend vom Jahreshoch aus Anfang Februar bei 1,371 zurückgefallen. Die charttechnische Situation hat sich dadurch weiter eingetrübt. Auch fundamental spricht nicht viel für den Euro, wenn man bedenkt, dass in der Eurozone zurzeit eine geldpolitische Straffung kaum denkbar erscheint, während es in den USA bereits konkrete Pläne für einen schrittweisen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik gibt. Insgesamt ist also von einer weiteren Abwertung der Gemeinschaftswährung auszugehen. Allerdings hat das Paar aktuell einen wichtigen Unterstützungsbereich erreicht. Bei ungefähr 1,28 verläuft die Trendlinie ausgehend vom Zwischentief aus November 2012, bei 1,2793 liegt das Zwischentief vom 17. Mai und bei 1,2744 das Jahrestief von Anfang April. Dies könnte kurzfristig zu einer gewissen Gegenreaktion führen, welche aber nur begrenztes Potenzial haben sollte. Aufhellen würde sich die Lage für den Euro erst wieder oberhalb von 1,303 und sogar erst oberhalb von 1,3103/1,3151 könnte tatsächlich wieder von einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung ausgegangen werden. Das ist aus jetziger Sicht aber nicht sehr wahrscheinlich. Vielmehr dürfte es in nächster Zeit weiter nach unten gehen. Unterhalb des genannten Unterstützungsbereiches, also unterhalb von 1,2744, finden sich die nächsten Ziele bei 1,2659; 1,25 und längerfristig beim 2012-Tief bei 1,204.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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