EUR/USD: Weiter seitwärts oder anstehende deutliche Abwertung?

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Seit rund einem Monat bewegt sich EUR/USD hauptsächlich in einer Spanne zwischen 1,30 und 1,32 und zeigt nur sehr wenig Bewegung. Zum Ende der vergangenen Woche änderte sich dies allerdings kurzfristig. Ausgehend von fast 1,32 kam die Gemeinschaftswährung am Donnerstag deutlich unter Druck und fiel bis zu einem Tief bei 1,2932 am Freitagnachmittag. Dabei wurden mit der 200-Tageslinie bei ungefähr 1,299 und dem Tief vom 24. April bei 1,2953 wichtige Chartbereiche überschritten. Ein nachhaltiger Rutsch darunter würde die Seitwärtsphase der letzten Wochen auflösen und für weiter bis zum Jahrestief bei 1,2744 und anschließend 1,2659 fallende Kurse sprechen. Noch ist dieses Szenario aber nicht bestätigt. Denn im Anschluss an den Abtaucher konnte sich der Euro am Freitagabend wieder erholen und schließt zum Wochenende mit 1,2992 ganz leicht über der 200-Tageslinie. Die weitere Entwicklung muss nun abgewartet werden. Zwar hat sich das Chartbild durch die Euro-Abwertung der beiden letzten Tage bereits eingetrübt. Eine anstehende weitere Abwärtsbewegung ist also wahrscheinlicher geworden. Noch besteht aber durchaus auch die Möglichkeit, dass EUR/USD sich zum Anfang der kommenden Woche wieder über 1,30 stabilisieren kann. In diesem Fall könnte die unentschlossene Seitwärtsphase noch einige Zeit andauern. Für einen längerfristig steigenden Euro-Kurs müsste allerdings sogar eine nachhaltige Rückkehr über 1,32 und anschließend das Hoch vom 1. Mai bei 1,3242 gelingen. In diesem Fall wäre der Weg frei für eine weitere Aufwertung bis 1,3318; 1,35 und längerfristig zum Jahreshoch bei 1,371.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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