EUR/USD verliert erneut und liegt nur noch leicht über 1,30

Die seit der Sitzung der amerikanischen Notenbank vom 19. Juni zu sehende Abwertung von EUR/USD hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt. Erstmals seit Anfang Juni ist das Paar dabei im Tief wieder unter 1,30 gefallen. Damit wurden auch die beide bei ungefähr 1,307 liegenden 100- und 200-Tageslinien durchbrochen, wodurch sich die charttechnische Situation nochmals eingetrübt hat. Auch wenn kurzfristig jederzeit eine leichte Korrektur nach oben möglich ist, sollte es insgesamt in der nächsten Zeit weiter nach unten gehen. Die nächste wichtige Unterstützung findet sich im Bereich von 1,295 und der leicht oberhalb von 1,29 verlaufenden ehemaligen Abwärtstrendlinie ausgehend vom Jahreshoch bei 1,371. Darunter liegen die nächsten Ziele dann bei 1,28 und dem Jahrestief bei 1,2744. Aufhellen würde sich die Situation erst wieder bei einem Anstieg über das Tageshoch vom Dienstag bei 1,3151. Allerdings findet sich auch in diesem Fall bereits bei 1,3254/1,33 neuer Widerstand und erst darüber könnte von einer Fortsetzung der vorhergehenden Aufwärtsbewegung mit Zielen bei 1,34; 1,35 und 1,37 ausgegangen werden. Diese bullishe Variante erscheint aus jetziger Sicht aber eher unwahrscheinlich. Gegen den Euro spricht nicht nur die charttechnische, sondern auch die fundamentale Lage. Während in der Eurozone zurzeit eine geldpolitische Straffung kaum denkbar erscheint, gibt es in den USA bereits konkrete Pläne für einen schrittweisen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Bei diesem Hintergrund wäre es keine Überraschung, wenn EUR/USD in der kommenden Zeit noch wesentlich deutlicher abwertet und auf neue Jahrestiefs bei 1,2659; 1,25 und möglicherweise auch bis zum 2012-Tief bei 1,204 fällt.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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