EUR/USD: Umsatz im deutschen Verarbeitenden Gewerbe steigt

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Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe ist in Deutschland im Januar um 3,0 Prozent gegenüber Dezember angestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Im Dezember war der Umsatz leicht um 0,6 Prozent rückläufig gewesen, während im November ebenfalls ein Anstieg um 2,5 Prozent zu verzeichnen war. Der Umsatz innerhalb der Eurozone war dabei leicht um 0,4 Prozent rückläufig. Da im übrigen Ausland allerdings 6,7 Prozent mehr umgesetzt werden konnte, ist trotzdem der Umsatz mit dem Ausland insgesamt um 3,8 Prozent angestiegen. Gleichzeitig konnte auch der Inlandsumsatz um 2,2 Prozent erhöht werden. Insgesamt liegt der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe auf einem guten Niveau, welches mit Werten vor der Finanzkrise 2008 vergleichbar ist.

Fast alle Wirtschaftszweige entwickelten sich positiv. Den höchsten Umsatzzuwachs mit einem Plus von 6,8 Prozent gab es bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Dies lag vor allem an einem um 15,6 Prozent gestiegenen Inlandsumsatz. Beim Ausland gab es einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent. Lediglich die Hersteller von chemischen Erzeugnissen mit einem minimalen Rückgang um 0,1 Prozent, sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem deutlichen Minus von 4,5 Prozent verzeichneten eine gegenüber Dezember rückläufige Entwicklung. Der Auslandsumsatz blieb hier gleich, während der Inlandsumsatz um 7,3 Prozent sank.

Durchweg positiv sind die Zahlen auf Jahressicht. Der arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes stieg im Januar 2014 gegenüber Januar 2013 real um 6,7 Prozent. Im Inland betrug der Anstieg 3,9 Prozent und im Ausland 9,8 Prozent. Dabei wurde innerhalb der Eurozone 4,5 Prozent und im übrigen Ausland 13,7 Prozent mehr umgesetzt.

Charttechnische Betrachtung von EUR/USD:

EUR/USD befindet sich seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres, ausgehend von 1,2753, in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Am Freitag der vergangenen Woche wurde mit einem Hoch bei 1,3915 der höchste Stand seit Ende Oktober 2011 erreicht. Dabei wurde auch die derzeit leicht über 1,382 liegende sehr langfristige Abwärtstrendlinie (ausgehend vom Juli-Hoch 2008 bei 1,6039) und das Jahreshoch aus 2013 bei 1,3892 überschritten. Am heutigen Montag zeigt das Paar bisher nur sehr wenig Bewegung und liegt aktuell bei rund 1,388 (Stand Montag, 10.3.2014, ca. 15:15 Uhr). Das Chartbild ist durchweg bullish zu bewerten. Sollte ein nachhaltiger Anstieg über 1,39 und das genannte Hoch der vergangenen Woche bei 1,3915 gelingen, finden sich die nächsten Ziele bei 1,40; 1,42 und möglicherweise 1,46. Unterhalb von 1,39 sollte nach dem vorangegangenen starken Anstieg allerdings eine gewisse Konsolidierung nicht ausgeschlossen werden. Unterstützung findet sich bei 1,385 und bei der genannten Trendlinie des ehemaligen Abwärtstrends (leicht über 1,382). Idealerweise fällt der Kurs nicht mehr nachhaltig in diesen Abwärtstrend zurück. Andernfalls würde sich die Situation wieder etwas eintrüben. Wobei aber sogar erst unter dem Tief der vergangenen Woche bei 1,3705 von einer nachhaltigeren Abwärtsbewegung ausgegangen werden müsste. Weitere Unterstützungen finden sich in diesem Fall bei 1,364; 1,36 und 1,356.

Tageschart EUR/USD (Stand Montag, 10.3.14, ca. 15:15 Uhr):
EURUSD

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