EUR/USD stabilisiert sich über 1,30 / USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht gestiegen

In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 14. April gegenüber der Vorwoche leicht gestiegen. Das amerikanische Arbeitsministerium teilte mit, dass 352.000 Menschen einen neuen Antrag gestellt haben. Ökonomen hatten mit einem Wert etwas unter 350.000 gerechnet. Zudem musste die Vorwoche um 2.000 auf 348.000 neue Anträge nach oben revidiert werden. Der weniger schwankungsanfällige und somit aussagekräftigere 4-Wochen-Schnitt ist dadurch ebenfalls von 358.500 auf jetzt 361.250 angestiegen. Bei diesem Wert handelte es sich bereits um den fünften Anstieg in Folge. Allerdings war der Schnitt davor (in der Woche zum 16. März) mit 340.750 auf den tiefsten Stand seit Februar 2008 gefallen. Auch insgesamt ist in der beigefügten Grafik gut zu erkennen, dass die neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe seit dem Höhepunkt in der Finanzkrise kontinuierlich rückläufig und inzwischen auf langfristig betrachtet bereits schon normale Werte gesunken sind. Pauschal sagt man, dass neue Anträge über 400.000 für eine insgesamt steigende Arbeitslosigkeit sprechen, während Anträge unter 350.000 die Annahme einer sinkenden ArbeitslosiErstantraege_4WochenSchnittgkeit rechtfertigen. Die amerikanische Arbeitslosenquote lag im März mit 7,6 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Februar 2009. Das ist allerdings trotzdem ein für amerikanische Verhältnisse noch hoher Wert. Die amerikanische Notenbank hat angekündigt ihre expansive Geldpolitik erst bei einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent zu beenden und erwartet diesen Wert frühestens im Jahr 2014.

EUR/USD stabilisiert sich über 1,30

Nachdem EUR/USD am gestrigen Mittwoch von knapp 1,32 bis 1,2998 regelrecht abgestürzt war, konnte sich der Euro heute im Tagesverlauf stabilisieren und liegt aktuell (ca. 17:30 Uhr) bei rund 1,307. Kurzfristig ist das Chartbild neutral zu werten. Widerstand findet sich (Stand ca. 17:30 Uhr) bei 1,3088 und 1,3107. Aber erst bei einem Anstieg über den Bereich 1,3153 (100-Tageslinie) und 1,3164 würde sich die Situation wieder aufhellen und für einen neuen Test der Marke von 1,32 sprechen. Darüber könnte dann ein deutlich bis 1,3318 und 1,35 steigender Kurs zu sehen sein. Unterstützung lokalisieren wir bei 1,30; 1,2988; 1,2965 und insbesondere dem Bereich 1,2923 (200-Tageslinie)/1,29. Darunter müsste von einer deutlichen Abwertung in Richtung der Jahrestiefs bei 1,2744 und anschließenden Zielen bei 1,2659 und 1,25 ausgegangen werden. Aber schon bei einem nachhaltigen Rutsch unter 1,30 würde sich die kurzfristige Situation für die Gemeinschaftswährung stark eintrüben.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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