EUR/USD: Produktion im deutschen verarbeitenden Gewerbe steigt erneut

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Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Februar erneut angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montagmitteilte war die Produktion saisonbereinigt im Monatsvergleich 0,4 Prozent höher. 34 von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit 0,3 Prozent einen geringeren Anstieg erwartet. Im Januar konnte die Produktion noch um 0,7 Prozent gesteigert werden. Diese Zahl wurde von 0,8 Prozent leicht nach unten revidiert.

Den größten Anstieg verzeichnete die Produktion von Vorleistungsgütern mit einem Plus von 1,3 Prozent. Konsumgüter stiegen gleichzeitig um 0,3 Prozent, wodurch der Industriebereich insgesamt ein Wachstum von 0,5 Prozent aufgewiesen hat. Den größten Rückgang gab es im Energiesektor mit einem Minus von 0,3 Prozent. Auch bei Industriegütern ging es gegenüber Januar mit minus 0,2 Prozent und in der Baubranche mit minus 0,1 Prozent leicht nach unten. Bei der Baubranche muss aber erwähnt werden, dass diese erst im Januar wegen des milden Winters mit 4,5 Prozent sehr deutlich angestiegen war.

Der aussagekräftigere Dreimonatsvergleich zeigt dabei eine deutlich aufwärtsgerichtete Entwicklung. Sowohl in der Gesamterzeugung mit plus 1,9 Prozent, der industriellen Erzeugung mit plus 2,1 Prozent und vor allem der Baubranche mit plus 5,0 Prozent ging es nach oben. Nach Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums basiert der Aufwärtstrend auf einer breiten Entwicklung bei Vorleistungs- und Investitionsgütern. Zudem habe sich der milde Winter positiv bemerkbar gemacht. Angesichts der lebhaften Bestelltätigkeit sowie der guten Produktionszahlen in den ersten beiden Monaten des Jahres dürfte auch die Erzeugung des gesamten ersten Quartals spürbar über der des Jahresschlussquartals 2013 liegen, schätzt das Ministerium.

Charttechnische Betrachtung von EUR/USD:

EUR/USD befindet sich langfristig betrachtet seit Juli 2012, ausgehend von 1,204, in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Ab dem 6. Februar dieses Jahres war das Paar in eine neue steile Aufwärtsbewegung übergegangen. Anfang März wurde dabei auch die leicht oberhalb von 1,38 liegende sehr langfristige Abwärtstrendlinie (ausgehend vom Juli-Hoch 2008 bei 1,6039) und das Jahreshoch aus 2013 bei 1,3892 überschritten. Am 13. März wurde ein Hoch bei 1,3966 erreicht, was der höchste Stand seit Oktober 2011 war. Inzwischen hat sich die Chartsituation aber deutlich eingetrübt. Bereits am 20. März wurde die massive Kreuz-Unterstützung aus den Trendlinien des genannten langfristigen Abwärtstrends und des steilen untergeordneten Aufwärtstrends wieder nach unten durchbrochen. Die Entwicklung setzte sich auch in der vergangenen Woche fort. Am Freitag wurde mit 1,367 der tiefste Stand seit Ende Februar erreicht. Am heutigen Montag kann sich der Euro zwar oberhalb von 1,37 stabilisieren. Aufhellen würde sich die Situation aber erst oberhalb von 1,382. Solange dies nicht gelungen ist, kann die heutige Entwicklung nur als Gegenreaktion auf die vorangegangenen deutlichen Verluste gewertet werden und eine bald beginnende neue Abwärtsbewegung bleibt wahrscheinlich. Unterhalb des genannten Tiefs bei 1,367 liegen die nächsten Unterstützungen bei 1,364; 1,356 und der derzeit ungefähr bei 1,3528 liegenden 200-Tageslinie. Gelingt allerdings ein Anstieg über 1,382 und anschließend auch über das Tageshoch vom 24. März bei 1.3876 könnte doch wieder von einer direkten Fortsetzung des Aufwärtstrends mit Zielen bei 1,3966; 1,40 und 1,42 ausgegangen werden.

Tageschart EUR/USD (Stand Montag, 7.4.14, ca. 18:00 Uhr):
EURUSD

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