EUR/USD kurzfristig ohne klare Richtung

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Unentschlossen und ohne klare Richtung zeigt sich der Euro derzeit gegenüber dem US-Dollar. Die Handelsspanne der vergangenen beiden Wochen betrug gerade einmal 200 Pips. Solch eine (für diesen Zeitraum) geringe Spanne kann man sonst manchmal an einem einzigen Tag sehen. Zwar konnte das Paar nach der EZB-Sitzung am 4. April den seit Anfang Februar zu sehenden Abwärtstrend beenden und sich von einem Jahrestief bei 1,2744 deutlich erholen. Es fehlen derzeit aber offensichtlich Impulse, welche für eine weitere Aufwärtsbewegung sorgen könnten. Am letzten Dienstag stieg die Gemeinschaftswährung zwar zunächst bis 1,32. Dabei wurden mit der 100-Tageslinie (ungefähr bei 1,3154) und dem Tageshoch vom 28. Februar bei 1,3162 durchaus wichtige Bereiche überschritten. Doch schon am Mittwoch sorgten Äußerungen des deutschen Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann, welcher grundsätzlich einen Zinsschritt bei entsprechend veränderter Datenlage nicht ausgeschlossen hat, für einen Absturz bis 1,2998. Am Donnerstag und Freitag stabilisierte sich das Paar wieder über diesem Bereich. Die kurzfristige Situation ist neutral zu beurteilen. Nach unten findet sich Unterstützung bei 1,30; 1,2988; 1,2965 und insbesondere dem Bereich 1,2923 (200-Tageslinie)/1,29. Darunter müsste dann von einer deutlichen Abwertung in Richtung der Jahrestiefs bei 1,2744 und anschließenden Zielen bei 1,2659 und 1,25 ausgegangen werden. Sogar schon bei einem nachhaltigen Rutsch unter 1,30 würde sich die kurzfristige Situation für die Gemeinschaftswährung stark eintrüben. Anderseits näherte sich EUR/USD am Freitag bereits wieder der 100-Tageslinie bei 1,3154. Ein erneuter nachhaltiger Anstieg darüber würde für einen neuen Test der Marke von 1,32 sprechen. Darüber könnte dann ein deutlich bis 1,3318 und 1,35 steigende Kurse zu sehen sein. Der Euro macht es also spannend. Zumindest sollte, egal in welche Richtung, bald wieder mehr Bewegung zu sehen sein.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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