EUR/USD: Industrieproduktion steigt deutlich an

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Die Industrieproduktion ist in Europa im November deutlich gestiegen. Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mit. Gegenüber dem Vormonat betrug der Anstieg im Euroraum 1,8 Prozent und in der Europäischen Gemeinschaft insgesamt 1,5 Prozent. Gegenüber November 2012 konnte die Industrieproduktion sowohl im Euroraum als auch in der EU sogar um insgesamt 3,0 Prozent zunehmen. Der Anstieg war der stärkste seit Mai 2010. Damit wurde die im Oktober und September rückläufige Produktion mehr als ausgeglichen. Zudem konnte das Minus dieser beiden Monate leicht nach oben revidiert werden. Ökonomen hatten im Vorfeld im Monatsvergleich nur einen Anstieg um 1,6 Prozent und im Jahresvergleich um 1,8 Prozent prognostiziert.

Besonders deutlich war der Anstieg bei der Produktion von Investitionsgütern. Dieser betrug im Monatsvergleich 3,0 Prozent im Euroraum und 2,6 Prozent in der EU. Im Jahresvergleich wurden im Euroraum sogar 4,4 Prozent bzw. 4,7 Prozent mehr in der EU produziert. Der starke Anstieg gerade in diesem Bereich kann als weiterer Hinweis auf eine wirtschaftliche Erholung gewertet werden.

Außer den Investitionsgütern sind auch die Gebrauchsgüter mit 2,2 Prozent im Euroraum bzw. 1,5 Prozent in der EU deutlich gestiegen. Danach folgt der Energiebereich mit 1,8 bzw. 1,2 Prozent. Insgesamt wiesen alle erfassten Bereiche einen Anstieg auf. Am geringsten waren dabei Vorleistungsgüter mit 1,0 bzw. 0,8 Prozent und Verbrauchsgüter mit 1,4 bzw. 0,9 Prozent.

Im Jahresvergleich konnten 19 Mitgliedstaaten der EU ihre Industrieproduktion steigern, während in sechs Ländern ein Rückgang vermeldet werden musste. Am stärksten war der Anstieg in Irland mit 13,2 Prozent, in der Slowakei mit 12,7 Prozent, in der Tschechische Republik mit 8,8 Prozent und Rumänien mit 8,7 Prozent. Die stärksten Rückgänge gab es in Malta mit 8,6 Prozent und Griechenland mit 6,2 Prozent. Deutschland kam auf einen Anstieg von 4,0 Prozent. Im Monatsvergleich war ebenfalls Irland mit 11,7 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von Schweden mit 6,4 Prozent. Den stärksten Rückgang meldeten Litauen mit 3,5 Prozent und Dänemark mit 3,0 Prozent. Deutschland konnte die Industrieproduktion um 2,4 Prozent gegenüber Oktober steigern. Für Österreich lagen noch keine Daten vor.

Charttechnische Auswertung von EUR/USD:

EUR/USD lag Anfang Juli vergangenen Jahres nur wenig über dem Jahrestief aus April 2013 bei 1,2744. Von dort konnte sich die Gemeinschaftswährung sukzessive erholen und bereits Ende Oktober mit 1,3832 auf ein Jahreshoch steigen. Danach gab es zwar nochmals eine deutliche Korrektur  bis knapp unter 1,33 Anfang November. Doch auch davon erholte sich der Euro wieder in Richtung 1,38. Während dem dünnen Handel zwischen den Jahren gelang am 27. Dezember sogar kurzfristig ein steiler Anstieg bis 1,3892, wodurch die sehr langfristige Abwärtstrendlinie ausgehend von 1,6039 (Juli-Hoch 2008) fast exakt erreicht wurde. Dieser Kursanstieg wurde allerdings bereits am gleichen Tag wieder abverkauft. Danach ging es für den Euro zunächst weiter nach unten. Dabei wurde auch das Zwischentief vom 20. Dezember bei 1,3622 unterschritten, wodurch sich die Chartsituation kurzfristig eingetrübt hat. Nach einem vorläufigen Tief am vergangenen Donnerstag bei 1,3547 ist zwar seit Freitag eine Stabilisierung zu sehen. Das heutige Tageshoch lag bereits wieder bei exakt 1,37 (Stand Dienstag, 14.1.2014, ca. 15:30 Uhr). Ein neues Kaufsignal stellt dies aber noch nicht dar. Insgesamt ist das Paar derzeit äußerst unentschlossen und die weitere Entwicklung noch nicht eindeutig. Nur falls sich das Paar nun weiter bis über 1,3716 erholen kann, würde sich die Situation tatsächlich wieder aufhellen. Dann wäre ein anschließender erneuter Anstieg über 1,38 wieder wahrscheinlich. Gelingt es der Gemeinschaftswährung auch das Oktober-Hochs bei 1,3832 nochmals zu überschreiten, dürfte anschließend die genannte langfristige Abwärtstrendlinie knapp unter 1,39 wieder getestet werden. Darüber würden sich Ziele bei 1,40 und 1,4247 finden. Im Moment bleibt das Risiko einer weiteren Euro-Abwertung aber hoch. Wichtige Unterstützung findet sich im Bereich 1,3547/1,352. Darunter müsste mit weiteren Abgaben bis 1,34 und 1,3294 gerechnet werden.

Tageschart EUR/USD (Stand Dienstag, 14.1.14, ca. 15:30 Uhr):
EURUSD

 

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