EUR/USD: Industrieproduktion im Euroraum steigt wieder

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Die Industrieproduktion ist im Euroraum im Februar auf Monatssicht um 0,2 Prozent angestiegen. Dies teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Montag mit. Ökonomen hatten einen Anstieg im dieser Größenordnung erwartet. Im Januar hatte die Produktion stagniert, was allerdings besser war, als zunächst prognostiziert. Bisher war man nämlich von einem Minus von 0,2 Prozent ausgegangen, was die Statistiker nun korrigiert haben. In der Eurozone insgesamt konnte die Industrieproduktion im Februar um 0,4 Prozent gegenüber Januar ansteigen. Im Januar waren es auf Monatssicht 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich gegenüber Februar 2013 stieg die Industrieproduktion im Euroraum um 1,7 Prozent und in der Europäischen Union insgesamt um 2,1 Prozent.

Sowohl im Euroraum, als auch in der Europäischen Union insgesamt ist der Anstieg auf Steigerungen bei der Produktion von Vorleistungsgütern, Verbrauchsgütern und Investitionsgütern zurückzuführen. Rückläufig waren dagegen Gebrauchsgüter und der Energiesektor. Diese Entwicklung war sowohl auf Monatssicht, als auch auf Jahressicht zu beobachten.

Auf Jahressicht konnte die Industrieproduktion im Februar in den meisten Ländern der Europäischen Union gesteigert werden. Den höchsten Anstieg verzeichnete die Slowakei mit 9,0 Prozent, Rumänien mit 8,9 Prozent und Ungarn mit 8,2 Prozent. Den höchsten Rückgang gab es in den Niederlanden mit minus 8,9 Prozent, in Finnland mit minus 5,4 Prozent und Litauen mit minus 2,1 Prozent. Für Österreich, Zypern, und Belgien lagen noch keine Daten vor. Das Krisenland Spanien konnte seine Industrieproduktion um 2,2 Prozent steigern. In Italien betrug der Anstieg auf Jahressicht um 0,4 Prozent. Deutschland verzeichnete ein Plus von 4,0 Prozent.

Charttechnische Betrachtung von EUR/USD:

EUR/USD befindet sich langfristig betrachtet seit Juli 2012, ausgehend von 1,204, in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Ab dem 6. Februar dieses Jahres war das Paar in eine neue steile Aufwärtsbewegung übergegangen. Anfang März wurde dabei auch die damals leicht oberhalb von 1,38 liegende sehr langfristige Abwärtstrendlinie (ausgehend vom Juli-Hoch 2008 bei 1,6039) und das Jahreshoch aus 2013 bei 1,3892 überschritten. Am 13. März wurde ein Hoch bei 1,3966 erreicht, was der höchste Stand seit Oktober 2011 war. Anschließend hat der Euro deutlich bis zu einem Tief bei nur noch 1,367 am 4. April abgewertet, wodurch sich die Chartsituation insgesamt eingetrübt hatte. Trotzdem gelang der Gemeinschaftswährung nochmals eine Erholung bis 1,3905 am vergangenen Freitag. Das genannte Jahreshoch bei 1,3966 konnte aber nicht überwunden werden. Im Gegenteil startete EUR/USD nach dem Wochenende mit einem Gap nach unten und verlor am Montag weiter bis zu einem Tief bei 1,3806 (Stand Montag, 14.4.2014, ca. 17:00 Uhr). Um die Aufwärtsbewegung der vergangenen Woche fortzusetzen, müsste nun bald eine Gegenbewegung starten. Denn schon unter dem Tagestief vom vergangenen Mittwoch bei 1,3777 würde sich die Situation merklich eintrüben. Unterhalb von 1,367/1,364 würden dann die derzeit ungefähr bei 1,3551 liegende 200-Tageslinie und die Unterstützung bei 1,3475 in Reichweite kommen. Kurzfristig aufhellen würde sich die Situation dagegen bei einem Anstieg über das heutige Tageshoch bei 1,3863. Danach dürfte zumindest mit einem weiteren Anstieg über 1,388 das Gap geschlossen und wohl auch der Bereich oberhalb von 1,39 getestet werden. Gelingt ein Anstieg über 1,3905 würde das Jahreshoch bei 1,3966 in den Fokus kommen. Darüber würden die nächsten Ziele bei 1,40, 1,424 und längerfristig möglicherweise sogar 1,455 liegen.

Tageschart EUR/USD (Stand Montag, 14.4.14, ca. 17:00 Uhr):
EURUSD

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