EUR/USD: Ifo-Index fast unverändert

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Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland ist im Februar von 106,7 Punkten im Vormonat nur minimal auf jetzt 106,8 Punkte gestiegen. Ökonomen hatten im Vorfeld im Konsens einen stärkeren Anstieg auf 107,4 Punkte erwartet. Dennoch steigt der Index damit das vierte Mal in Folge und erreicht den höchsten Stand seit Juli vergangenen Jahres.

„Die deutsche Wirtschaft zeigt sich robust gegenüber dem geopolitischen Unsicherheiten“, kommentierte der Präsident des ifo Instituts, Hans Werner Sinn, das Ergebnis. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage habe zwar etwas abgenommen. Jedoch würden die Unternehmen erneut zuversichtlicher auf den weiteren Geschäftsverlauf blicken.

Im verarbeitenden Gewerbe beurteilen die Industriefirmen ihre aktuelle Lage etwas weniger gut als im Vormonat. Dafür verbesserte sich aber der Ausblick für die kommenden Monate auf den höchsten Stand seit August 2014. Vor allem das gute Auslandsgeschäft sei dafür verantwortlich. Der Index insgesamt konnte so leicht um 0,2 auf 9,5 Punkte steigen.

Auch im Einzelhandel konnte der Index leicht um 0,1 auf 3,3 Punkte ansteigen. Zwar wird auch hier die aktuelle Lage etwas schlechter beurteilt, doch der Ausblick hat sich erneut verbessert. Ähnlich sieht es im Großhandel aus, wenn auch es in diesem Bereich eine leichte Verschlechterung um 0,1 auf nur noch 8,2 Punkte gegeben hat. Die Großhändler waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage, blicken jedoch optimistischer in die Zukunft.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich der Index dagegen bereits das sechste Mal in Folge, wenn auch nur leicht um 0,2 auf jetzt minus 5,8 Punkte. Historisch betrachtet liegt der Index für diesen Bereich damit aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die Baufirmen zeigten sich wieder etwas zufriedener mit der aktuellen Situation, bewerten den Ausblick für die kommenden Monate aber pessimistischer.

Im separat ermittelten Dienstleistungsbereich hat sich das Klima von 24,6 auf jetzt 22,7 Punkte verschlechtert, was der dritte Rückgang in Folge war. Die Unternehmen zeigten sich merklich weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Anderseits blicken Sie optimistischer auf die kommenden sechs Monate und planen weiterhin Personal einzustellen, wenn auch etwas weniger als noch im Januar.

Beim ifo Geschäftsklima handelt es sich um einen monatlich erhobenen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Zur Ermittlung werden rund 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, sowie des Groß- und Einzelhandels nach der derzeitigen Geschäftssituation und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt. Diese können die geschäftliche Lage mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ und die Aussichten mit „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Für das separat ermittelte Geschäftsklima im Dienstleistungsbereich werden darüber hinaus rund 2.500 Unternehmen befragt.

Charttechnische Betrachtung von AUD/USD:

Schon seit Mai vergangenen Jahres, ausgehend von 1,3993, befindet sich EUR/USD in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung. Diese hat sich in diesem Jahr nochmals deutlich verstärkt. Während der Kurs zum Jahreswechsel noch knapp unter 1,21 lag, fiel er Ende Januar bis 1,1097, was der tiefste Stand seit September 2003 war. Anschließend hat die Gemeinschaftswährung zwar nach oben korrigiert und Anfang Februar ein Hoch bei 1,1533 erreicht. Dies war aber lediglich als normale Korrektur im bestehenden Abwärtstrend zu bewerten. Inzwischen hat der Euro wieder abgewertet und bewegte sich in den letzten zehn Tagen überwiegend zwischen 1,13 und 1,14 seitwärts. Obwohl eine Bodenbildung und Euro-Aufwertung in der kommenden Zeit nicht ausgeschlossen ist, bleibt das übergeordnete Chartbild aus jetziger Sicht bearish. Schon unterhalb von 1,126/1,127 müsste die zuletzt erfolgte Korrektur als beendet angesehen werden und unmittelbar weiter sinkende Notierungen wären wahrscheinlich. Fällt der Kurs unter das genannte Mehrjahrestief bei 1,1097 liegen die nächsten Ziele bei 1,106; 1,10 und 1,08. Kann sich die Gemeinschaftswährung dagegen auf dem jetzigen Niveau stabilisieren, würde sich oberhalb des genannten Hochs bei 1,1533 die Situation aufhellen und zumindest für eine weitere Erholung in Richtung 1,1679, möglicherweise auch bis 1,18 und 1,20 sprechen. Solange der Kurs zwischen 1,1533 und 1,126 liegt ist auf kurz- und mittelfristige Sicht keine klare Richtung erkennbar.

Tageschart EUR/USD (Stand Montag, 23.2.15, ca. 17:30 Uhr):
EURUSD

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