EUR/USD: Eurozonen-Arbeitslosenquote bleibt bei 11,6 Prozent

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Die Arbeitslosenquote der Eurozone blieb im Mai gegenüber dem Vormonat unverändert bei 11,6 Prozent. Dies teilte die europäische Statistikbehörde EUROSTAT am gestrigen Dienstag mit. Ökonomen hatten überwiegend einen leichten Anstieg auf 11,7 Prozent prognostiziert. Im Mai 2013 lag die Arbeitslosigkeit bei 12,1 Prozent, wodurch die Quote im Jahresvergleich nur leicht um 0,4 Prozent zurückgegangen ist. Auch in der gesamten Europäischen Union ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 auf jetzt 10,3 Prozent gefallen. Im Jahresvergleich gab es hier einen Rückgang um 0,6 Prozent.

Eurostat schätzt, dass im Mai 25,184 Millionen Menschen in der EU arbeitslos waren, davon 18,552 Millionen im Euroraum. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat um 63.000 in der EU und um 28.000 in der Eurozone. Im Jahresvergleich gab es 1,361 Millionen weniger Arbeitslose in der EU bzw. 636.000 weniger im Euroraum.

Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote in Österreich mit nur 4,7 Prozent, in Deutschland mit 5,1 Prozent und in Malta mit 5,7 Prozent. Die höchsten Quoten gibt es weiterhin in Griechenland mit 26,8 Prozent und Spanien mit 25,1 Prozent. Der griechische Wert ist allerdings noch aus März, da noch keine neueren Zahlen vorliegen.

Im Jahresvergleich verzeichneten 22 der 28 EU-Staaten eine rückläufige Arbeitslosigkeit. Den höchsten Rückgang konnte Ungarn verzeichnen (von 10,5 auf 7,9 Prozent). Danach folgen Portugal (von 16,9 auf 14,3 Prozent) und Irland (von 13,9 auf 12,0 Prozent). In Österreich blieb die ohnehin niedrige Arbeitslosigkeit unverändert. In 6 Ländern ist die Arbeitslosenquote gestiegen, dabei am stärksten in Luxemburg mit einem Plus von 0,5 Prozent auf jetzt 6,3 Prozent und in Italien mit ebenfalls einer Zunahme um 0,5 Prozent auf jetzt 12,6 Prozent.

Deutlich schlechter sieht die Situation bei der Jugendarbeitslosigkeit aus. Im Mai 2014 lag die Arbeitslosenquote bei Personen im Alter unter 25 Jahren bei 22,2 Prozent in der EU und bei 23,3 Prozent im Euroraum. Im Jahresvergleich gab es aber auch hier einen Rückgang um 464.000 Menschen in der EU bzw. 205.000 Menschen in der Eurozone. Die Quote war damit um 1,4 Prozent in der gesamten Europäischen Union bzw. um 0,6 Prozent im Euroraum rückläufig. Dramatisch bleibt die Lage in Griechenland mit 57,7 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, Spanien mit 54,0 Prozent und Kroatien mit 48,7 Prozent. Die niedrigsten Quoten finden sich in Deutschland mit 7,8 Prozent, in Österreich mit 8,9 Prozent und in den Niederlanden mit 10,8 Prozent.

Charttechnische Auswertung von EUR/USD:

Übergeordnet befindet sich EUR/USD in einem seit Juli 2012 anhaltenden Aufwärtstrend, durch welchen der Kurs ausgehend von 1,204 bis zu einem Hoch bei 1,3993 am 8. Mai dieses Jahres steigen konnte. Die charttechnische Situation hatte sich in der letzten Zeit aber eingetrübt. Nach dem genannten Hoch von Anfang Mai war nämlich eine deutliche Abwertung zu beobachten. Bereits am 5. Juni wurde dabei ein Tief bei 1,3501 erreicht, was der tiefste Stand seit Anfang Februar war. Eine anschließende Stabilisierung bis 1,3677 war zunächst nicht nachhaltig und der Euro näherte sich erneut dem genannten Tief an.  Zusätzlich negativ zu werten war, dass sowohl die 100- als auch die 200-Tageslinien nachhaltig unterschritten wurden. Inzwischen hat sich der Euro aber erneut stabilisiert und konnte am gestrigen Dienstag in der Spitze bis 1,37 steigen, wodurch auch die 100-Tageslinie wieder überschritten wurde. Dadurch hat sich die Situation für die Gemeinschaftswährung zwar wieder aufgehellt. Trotzdem kann noch nicht von einer Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends ausgegangen werden. Zum einen kommt es bereits heute schon wieder zu einer deutlichen Korrektur. Und zum anderen müsste dafür zunächst noch ein Anstieg über die ungefähr bei 1,3738 liegende 200-Tageslinie und über den Widerstand bei 1,3774 gelingen. Aus jetziger Sicht besteht deshalb weiterhin die Möglichkeit, dass in der nächsten Zeit die ungefähr bei 1,348 liegende Aufwärtstrendlinie getestet wird. Schon erneute Kurse unter 1,3574/1.3562 wären kurzfristig sehr negativ zu werten. Fällt EUR/USD in der nächsten Zeit auch unter die wichtige Unterstützung bei 1,3475 und die leicht höher liegende Aufwärtstrendlinie müsste sogar von einer Abwertung in Richtung 1,30 oder 1,28 in den kommenden Wochen ausgegangen werden.

Einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung könnten die morgige EZB-Sitzung und die ebenfalls am morgigen Donnerstag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für Juli haben.

Tageschart EUR/USD (Stand Mittwoch, 2.7.14, ca. 16:00 Uhr):

EURUSD

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