EUR/USD: Erzeugerpreise in Europa sinken

Teilen!

Die Erzeugerpreise der Industrie sind im Oktober gegenüber September unerwartet deutlich um 0,4 Prozent im Euroraum und um 0,5 Prozent in der Europäischen Gemeinschaft gesunken. Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am heutigen Dienstag mit. Ökonomen hatten dagegen mehrheitlich einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im September wurde noch ein Anstieg um 0,2 Prozent im Euroraum und 0,1 Prozent in der EU verzeichnet.

Laut Eurostat wurde der Rückgang vor allem vom Energiesektor verursacht, wo die Preise um 0,9 Prozent im Euroraum und 1,6 Prozent in der EU gesunken sind. Aber auch bei Verbrauchsgütern gab es einen Rückgang um 0,6 bzw. 0,5 Prozent und bei Vorleistungsgütern um jeweils 0,1 Prozent. Bei Investitionsgütern und Gebrauchsgütern wurde dagegen ein minimaler Anstieg um 0,1 Prozent verzeichnet. Rechnet man den Energiesektor heraus, sind die Erzeugerpreise der Industrie sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,2 Prozent gestiegen.

Auf Jahresbasis, gegenüber Oktober 2013, verringerten sich die Erzeugerpreise um 1,3 Prozent im Euroraum und um 1,5 Prozent in der EU.

Die Preise waren dabei in fast allen Mitgliedsstaaten rückläufig. Die stärksten Rückgänge verzeichneten im Monatsvergleich Dänemark mit minus 2,3 Prozent, Estland, Griechenland und Großbritannien mit jeweils minus 1,4 Prozent, sowie die Niederlande mit minus 1,2 Prozent. Die einzigen Anstiege gab es in Bulgarien mit plus 1,3 Prozent, Belgien mit plus 0,5 Prozent und Schweden mit plus 0,3 Prozent. In Zypern Malta und Slowenien waren die Erzeugerpreise unverändert.

Im Jahresvergleich fielen die Preise in Litauen mit minus 5,2 Prozent, in Dänemark mit minus 4,5 Prozent, in der Slowakei mit minus 4,0 Prozent, in Estland mit minus 3,6 Prozent und in Großbritannien mit minus 3,5 Prozent am stärksten. Die einzigen Anstiege konnten in Bulgarien mit plus 0,8 Prozent, in Rumänien mit plus 0,5 Prozent und in Schweden mit plus 0,1 Prozent verzeichnet werden.

Charttechnische Auswertung von EUR/USD:

Am 8. Mai erreichte EUR/USD ein Jahreshoch bei 1,3993. Seitdem wertet die Gemeinschaftswährung kontinuierlich ab. Am 7. November fiel der Kurs mit einem Tief bei 1,2356 auf den niedrigsten Stand seit August 2012. Nach einer Zwischenerholung bis 1,26 verlor der Euro erneut und wurde vor einer Woche fast wieder auf dem Niveau des genannten Zwei-Jahrestiefs gehandelt. Zwar gelang anschließend nochmals eine Stabilisierung, doch aktuell nähert sich EUR/USD wieder dem Tief bei 1,2356 an (Stand der Auswertung: Dienstag, 2.12.2014, ca. 15:30 Uhr). Wird dieser Wert nachhaltig unterschritten, liegen die nächsten Ziele bei rund 1,226 und 1,22. Insgesamt ist es in diesem Fall auch wahrscheinlich, dass das Jahrestief aus dem Jahr 2012 bei 1,204 getestet wird. Das Chartbild ist auf allen Zeitebenen bearish zu bewerten. Etwas aufhellen würde sich die Situation erst oberhalb von 1,26. Aber selbst in diesem Fall müsste anschließend auch ein Anstieg über 1,277 und 1,2887 gelingen, bevor die Chartlage insgesamt neu bewertet werden kann.

Tageschart EUR/USD (Stand Dienstag, 2.12.2014, ca. 15:30 Uhr):
EURUSD

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Chartanalysen, EUR/USD, Europa, Finanznachrichten abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.