EUR/USD: Entscheidende Unterstützung bei 1,288

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Nach dem Zypern-Schock eröffnete der Euro gegenüber dem Dollar in der vergangenen Woche den Handel mit einem Gap von rund 175 Pips bei nur noch 1,2903. Anschließend ging es weiter bis 1,2841 nach unten. Das war der tiefste Stand seit dem 22. November letzten Jahres. Anschließend stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung und konnte am Freitag sogar kurzfristig wieder über 1,30 steigen. Als Bodenbildung kann dies allerdings noch nicht bezeichnet werden. Erst ein Anstieg über die 100-Tageslinie (derzeit ca. bei 1,3126) und anschließend insbesondere über 1,3162 würde die Situation nachhaltig aufhellen. In diesem Fall wäre der nächste wichtige Widerstand bei 1,3318 (Hoch vom 25. Februar) und der leicht darüber verlaufenden ehemaligen Aufwärtstrendlinie zu finden. Danach könnte dann auch von längerfristig bis 1,38 und 1,425 steigenden Notierungen ausgegangen werden. Aus jetziger Sicht bleibt das Chartbild aber noch angeschlagen und es sieht eher danach aus, dass es bald erneut nach unten geht. Wichtig ist das Tagestief vom vergangenen Donnerstag bei 1,2877. Auf exakt dem gleichen Niveau befindet sich derzeit auch die 200-Tageslinie. Sollte der Euro nochmals darunter fallen, dürfte anschließend das Jahrestief bei 1,2841 getestet und wahrscheinlich auch gebrochen werden. Danach wäre der Weg für eine weitere Abwertung bis 1,266 frei.

Insgesamt war der Handel in der letzten Woche äußerst unentschlossen und wegen Zypern durch hohe Nervosität geprägt. Die weitere Entwicklung in Zypern wird auch entscheidend für den Euro sein. Sollte eine befriedigende Lösung die Märkte beruhigen, hätte die Gemeinschaftswährung gute Chancen auf eine nachhaltige Stabilisierung. Andernfalls müsste von einer deutlichen Abwertung ausgegangen werden.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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