EUR/USD: Deutsche Exporte leicht rückläufig

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Die deutschen Exporte waren im Januar 2015 0,6 Prozent und die Importe 2,3 Prozent niedriger, als im Januar 2014. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Insgesamt wurden Waren im Wert von 89,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 74,0 Milliarden Euro eingeführt. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahmen die Exporte um 0,6 Prozent und die Importe um 2,3 Prozent ab. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte auch gegenüber Dezember 2014 um 2,1 Prozent und die Importe um 0,3 Prozent ab. Ökonomen hatten den leichten Rückgang im Vorfeld bereits erwartet.

Die Außenhandelsbilanz konnte dagegen im Jahresvergleich steigen und schloss mit einem Überschuss von 15,9 Milliarden Euro. Im Januar 2014 hatte der Überschuss nur 14,7 Milliarden Euro betragen.

Der größte Teil der Exporte ging mit einem Umfang von 54,1 Milliarden Euro in Länder der Europäischen Gemeinschaft. Davon wurden Güter im Umfang von 34,2 Milliarden Euro in Länder der Eurozone und im Umfang von 19,9 Milliarden Euro in EU-Länder ohne Euro exportiert. In Länder außerhalb der EU wurden Waren im Wert von 35,8 Milliarden Euro exportiert. Dabei waren allerdings alle Werte im Jahresvergleich leicht rückläufig, außer den Exporten in EU-Länder ohne Euro, welche um 3,0 Prozent anstiegen.

Auch die meisten Importe kamen mit einem Umfang von 47,0 Milliarden Euro aus EU-Ländern. Davon waren Güter im Wert von 32,2 Milliarden Euro aus Ländern der Eurozone und im Umfang von 14,8 Milliarden aus anderen EU-Ländern. Aus Drittländern wurden Waren im Umfang von 27,1 Milliarden Euro importiert.

Charttechnische Betrachtung von EUR/USD:

Schon seit Mai vergangenen Jahres, ausgehend von 1,3993, befindet sich EUR/USD in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung. In diesem Jahr hat sich dies nochmals deutlich verstärkt. Während der Kurs zum Jahreswechsel noch knapp unter 1,21 lag, fiel er zu Handelsbeginn in der Nacht zu Montag bis 1,082, was der tiefste Stand seit September 2003 war. Das ist eine Abwertung von über zehn Prozent allein in diesem Jahr und von über 22 Prozent seit dem Hoch im Mai 2014. Am heutigen Montag gab es zwar zunächst eine leichte Stabilisierung bis rund 1,09, welche aber im Tagesverlauf wieder abverkauft wurde. Inzwischen (Stand: Montag, 9.3.2015, ca. 23:30 Uhr) liegt EUR/USD bereits wieder unter 1,085. Obwohl der Kurs inzwischen deutlich überverkauft ist und gewisse Korrekturen jederzeit eingeplant werden sollten, ist ein Ende der Abwärtsbewegung nicht in Sicht. Das nächste Ziel bei rund 1,08 ist im Prinzip schon erreicht. Darunter kommen das Tief aus März 2003 bei 1,0501 und die Hochs aus 2002 bei knapp 1,02 in den Fokus. Ein erneuter Anstieg über 1,09 könnte dagegen eine Korrektur einleiten. Übergeordnet etwas aufhellen würde sich die charttechnische Situation aber erst oberhalb von 1,1245.

Tageschart EUR/USD (Stand Montag, 9.3.15, ca. 23:30 Uhr):
EURUSD

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