EUR/USD: Deutsche Außenhandelsbilanz auf Rekordwert

Teilen!

Die deutschen Exporte sind im Jahr 2014 um 3,7 Prozent und die Importe um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am gestrigen Montag mit. Insgesamt wurden Waren im Wert von 1.133,6 Milliarden Euro ausgeführt und waren im Wert von 916,5 Milliarden Euro eingeführt. Sowohl die Exporte als auch die Importe übertrafen damit ihren bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2012.

Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 217 Milliarden Euro auf einem Rekordwert. Der höchste Überschuss war zuvor im Jahr 2007 mit 195,3 Milliarden Euro erzielt worden. Im Jahr 2013 hatte die Außenhandelsbilanz ein Plus von 195,0 Milliarden Euro aufgewiesen.

Am stärksten war der Anstieg mit 10,2 Prozent in EU-Länder, welche nicht der Eurozone angehören. Innerhalb der Eurozone war ein Anstieg um 2,7 Prozent zu verzeichnen. Bezogen auf die gesamte EU ergibt sich dadurch ein Plus von 5,4 Prozent. In Drittländer außerhalb der Europäischen Gemeinschaft wurden im vergangenen Jahr 1,5 Prozent mehr Waren exportiert. In Zahlen wurden Waren im Wert von 414,2 Milliarden Euro in Länder der Eurozone und im Wert von 243,1 Milliarden Euro in andere EU-Länder ausgeliefert. Insgesamt ergibt dies einen Umfang von 657,3 Milliarden Euro. In Drittländer außerhalb der EU wurden Waren im Umfang von 476,2 Milliarden Euro exportiert.

Auch die Importe stiegen um 2,3 Prozent aus Ländern der Eurozone und um 6,6 Prozent aus anderen EU-Ländern. Insgesamt ergibt dies einen Anstieg der Importe um 3,6 Prozent aus der EU. Aus Drittländern außerhalb der EU wurden dagegen 0,9 Prozent weniger Waren eingeführt.

Charttechnische Auswertung von EUR/USD:

Schon seit Mai vergangenen Jahres, ausgehend von 1,3993, befindet sich EUR/USD in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung. Diese hat sich in diesem Jahr nochmals deutlich verstärkt. Während der Kurs zum Jahreswechsel noch knapp unter 1,21 lag, fiel er Ende Januar bis 1,1097, was der tiefste Stand seit September 2003 war. Anschließend hat die Gemeinschaftswährung zwar nach oben korrigiert und Anfang Februar ein Hoch bei 1,1533 erreicht. Dies war aber lediglich als normale Korrektur im bestehenden Abwärtstrend zu bewerten. Inzwischen hat der Euro wieder abgewertet und pendelt seit Freitagnachmittag orientierungslos um 1,13 herum (Stand der Auswertung: Dienstag, 10.2.2015, ca. 14:30 Uhr). Das Chartbild bleibt damit stark bearish. Schon unterhalb von 1,126 müsste die zuletzt erfolgte Korrektur als beendet angesehen werden und unmittelbar weiter sinkende Notierungen wären wahrscheinlich. Fällt der Kurs unter das genannte Mehrjahrestief bei 1,1096 liegen die nächsten Ziele bei 1,106; 1,10 und 1,08. Kann sich die Gemeinschaftswährung dagegen auf dem jetzigen Niveau stabilisieren, würde sich oberhalb des genannten Hochs der vergangenen Woche bei 1,1533 die Situation etwas aufhellen und zumindest für eine weitere Erholung in Richtung 1,1679 sprechen. Auf kurzfristiger Ebene liegen die nächsten Widerstände zunächst bei 1,136; 1,14 und 1,142, wobei nach unten auf die besagte wichtige Unterstützung bei 1,126 geachtet werden sollte.

Tageschart EUR/USD (Stand Dienstag, 10.2.15, ca. 14:30 Uhr):
EURUSD

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Chartanalysen, EUR/USD, Europa, Finanznachrichten abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.