EUR/USD: Bisher noch kein Ende der Euro-Abwertung in Sicht

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Seit dem 9. Mai befindet sich EUR/USD ausgehend von Kursen wenig unter 1,32 in einer Abwärtsbewegung. In der vergangenen Woche rutschte die Gemeinschaftswährung dabei erstmals seit Anfang April kurzfristig unter 1,28 und näherte sich somit dem Jahrestief bei 1,2744. Am gestrigen Montag konnte sich der Euro zwar etwas stabilisieren und den Bereich 1,29 erreichen. Doch schon am heutigen Dienstag (Stand ca. 12:30 Uhr) scheint der Kurs wieder nach unten zu kippen. Kurzfristig ist die Situation neutral mit bearisher Tendenz zu beurteilen. Mittelfristig sieht es nach einer weiteren Abwertung aus. Unterhalb von 1,2815/1,2793 müsste von einem Test des Jahrestiefs bei 1,2744 ausgegangen werden. Darunter würden sich dann die nächsten wichtigen Unterstützungen bei 1,266 und 1,25 finden. Etwas aufhellen würde sich die Situation dagegen bei einem Anstieg über 1,295. Aber sogar erst über 1,305 würde wieder ein nachhaltig steigender Euro mit Zielen bei 1,32; 1,3245 und 1,3318 wahrscheinlich werden.

In dieser Woche sollte auf eine Anhörung des Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke am Mittwoch ab 16:00 Uhr vor dem Finanzausschuss des amerikanischen Kongresses geachtet werden. Die Entwicklung des Dollars wurde in der letzten Zeit stark von Spekulationen über einen vorzeitigen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik beeinflusst. Möglicherweise wird es dazu von Bernanke weitere Hinweise geben. Auch in dem Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC), welches am Mittwoch um 20:00 Uhr veröffentlicht wird, könnten dazu Informationen enthalten sein. Am Donnerstag werden Schnellschätzungen von Einkaufsmanagerindexen wichtige Hinweise auf die weitere Konjunkturentwicklung in Europa geben. Zudem wird ab 21:30 Uhr EZB-Präsident Mario Draghi in London eine Rede halten. Während man in den USA eine Straffung der Geldpolitik im Jahresverlauf für möglich hält, prognostizieren die meisten Ökonomen für die Eurozone eher eine weitere Zinssenkung. Die kommenden beiden Tage könnten also spannend werden und unter Umständen Informationen bringen, welche den weiteren Verlauf von EUR/USD maßgeblich beeinflussen werden.

Tageschart EUR/USD (Stand ca. 13:00 Uhr):
EURUSD

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