EUR/USD bei rund 1,30

EUR/USD zeigt sich derzeit sehr unentschlossen. Ausgehend von Notierungen leicht über 1,29 wertete das Paar am Dienstag vergangener Woche zunächst in Richtung 1,28 ab. Doch schon ab Mittwoch konnte sich die Gemeinschaftswährung wieder erholen und am Donnerstag sogar in das wichtige Widerstands-Gebiet oberhalb von 1,30 vordringen. Dabei wurde die 200-Tageslinie bei rund 1,3027 und auch das Tageshoch vom 10. Mai bei 1,305 kurzfristig überwunden. Kurz unterhalb der Trendlinie der Abwärtsbewegung ausgehend vom Jahreshoch bei 1,371, welche derzeit ungefähr bei 1,308 liegt, war dann aber Schluss. Im Folgenden fiel der Euro zum Wochenschluss wieder unter 1,30. Damit bleibt das Chartbild kurzfristig neutral und die weitere Entwicklung muss abgewartet werden. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die genannte Trendlinie bei ca. 1,308 auf Tagesschluss-Basis wäre ein bullishes Zeichen und würde für eine größere Euro-Aufwertung bis 1,3245; 1,3318 und längerfristig möglicherweise über das Jahreshoch hinaus bis 1,38 sprechen. Nach unten würde sich die Situation dagegen bereits unter dem Tief von Donnerstag bei 1,293 etwas eintrüben. Entscheidend ist aber erst das Tief vom 17. Mai bei 1,2793. Darunter müsste mit einem Test des Jahrestiefs aus April bei 1,2744 und einer anschließenden größeren Euro-Abwertung bis 1,266 und möglicherweise 1,25 gerechnet werden.

Eine wichtige Bedeutung für die weitere Entwicklung könnte die geldpolitische Sitzung der EZB am kommenden Donnerstag haben. Nachdem die Notenbank erst vor einem Monat den Leitzins gesenkt hatte, erwarten die meisten Ökonomen nun zwar keine weiteren geldpolitischen Lockerungen. Man wird aber auf der anschließenden Pressekonferenz die Wortwahl von EZB-Präsident Mario Draghi genau auf Hinweise zu weiteren Maßnahmen in der nahen Zukunft analysieren.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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