EUR/USD auf dem Weg zum Jahrestief

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Seit dem 9. Mai befindet sich EUR/USD in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung. Dabei wurde bereits in der vorletzten Woche die bei rund 1,30 liegende 200-Tageslinie und nun am Anfang der vergangenen Woche mit einem Rutsch unter 1,2950 auch die in den letzten vier Wochen zu sehende Seitwärtsrange nach unten verlassen. Im weiteren Wochenverlauf ist die Gemeinschaftswährung weiter bis rund 1,28 gefallen. Das Chartbild hat sich dadurch deutlich eingetrübt und eine weitere Abwertung ist wahrscheinlich. Das nächste wichtige Ziel findet sich beim Jahrestief vom 4. April bei 1,2744. Darunter wäre der Weg frei bis 1,266 und 1,25. Etwas aufhellen würde sich die Situation dagegen über 1,295. Aber sogar erst über 1,305 würde wieder ein nachhaltig steigender Euro mit Zielen bei 1,32; 1,3245 und 1,3318 wahrscheinlich werden.

Trotz der Abwertung zeigt sich EUR/USD derzeit über weite Strecken sehr unentschlossen. Das dürfte insbesondere an der unklaren Situation bezüglich der weiteren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank liegen. Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass die Fed bereits in diesem Jahr die ultralockere Geldpolitik langsam zurückfahren könnte. Angeblich existieren dafür sogar schon konkrete Pläne. Andere Aussagen von Notenbank-Mitgliedern deuten aber auf das Gegenteil hin. Möglicherweise wird man in der kommenden Woche dazu mehr erfahren können. Zum einen wird nämlich am Mittwoch das Protokoll der letzten Notenbank-Sitzung veröffentlicht. Zum anderen wird am Mittwoch ab 16:00 Uhr eine Anhörung des Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke vor dem gemeinsamen Finanzausschuss des US-Kongresses stattfinden. Sollten dabei eindeutige Aussagen zur weiteren Geldpolitik getätigt werden, könnte dies die Richtung von EUR/USD für die kommende Zeit maßgeblich beeinflussen.

Tageschart EUR/USD:
EURUSD

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