EUR/USD: Arbeitslosenquote sinkt in der Eurozone auf 11,5 Prozent

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Die Arbeitslosenquote der Eurozone ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 11,5 Prozent gesunken. Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am heutigen Donnerstag mit. Ökonomen hatten überwiegend eine bei 11,6 Prozent gleichbleibende Quote prognostiziert. Im Jahresvergleich gegenüber Juni 2013 sank die Arbeitslosigkeit etwas deutlicher um 0,5 Prozent. Trotz des nur geringen Rückganges und der vergleichsweise immer noch hohen Anzahl an Arbeitslosenzahl, ist dies die geringste Quote seit September 2012. In kleinen Schritten macht sich die wirtschaftliche Erholung also inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union insgesamt fiel gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 0,1 auf jetzt 10,2 Prozent, was der niedrigste Wert seit März 2012 darstellt. Im Jahresvergleich gab es hier einen Rückgang um 0,7 Prozent.

Eurostat schätzt, dass im Juni 25,005 Millionen Menschen in der EU arbeitslos waren, davon 18,412 Millionen im Euroraum. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat um 198.000 in der EU und um 152.000 in der Eurozone. Im Jahresvergleich gab es 1,537 Millionen weniger Arbeitslose in der EU bzw. 783.000 weniger im Euroraum.

Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote in Österreich mit 5,0 Prozent, in Deutschland mit 5,1 Prozent und in Malta mit 5,6 Prozent. Die höchsten Quoten gibt es weiterhin in Griechenland mit 27,3 Prozent und Spanien mit 24,5 Prozent. Der griechische Wert ist allerdings noch aus April, da noch keine neueren Zahlen vorliegen.

Trotz der niedrigsten Arbeitslosenquote der ganzen EU gab es in Österreich im Jahresvergleich einen Anstieg um 0,3 Prozent, was den dritthöchsten Anstieg aller EU-Staaten darstellt. Noch stärker ging es nur in Finnland mit einem Anstieg von 8,1 auf 8,8 Prozent und Luxemburg mit einem Anstieg von 5,9 auf 6,3 Prozent nach oben. Allerdings verzeichneten überhaupt nur fünf der 28 EU-Staaten im Jahresvergleich eine ansteigende Arbeitslosigkeit. In zwei Staaten (Niederlande und Schweden) blieb die Quote unverändert und in 21 Ländern war diese rückläufig. Den höchsten Rückgang konnte Portugal verzeichnen (von 16,6 auf 14,1 Prozent). Danach folgen Ungarn (von 10,4 auf 8,1 Prozent) und Irland (von 13,6 auf 11,8 Prozent). Spanien liegt mit einem Rückgang gegenüber Juni 2013 um 1,7 Prozent an der vierten Stelle. Trotzdem bleibt die Arbeitslosenquote dort mit immer noch 24,5 Prozent weiterhin dramatisch hoch.

Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit bleibt die Situation äußerst schlecht. Zwar ist auch hier die Quote im Jahresvergleich um 0,8 Prozent in der Eurozone bzw. sogar 1,6 Prozent in der ganzen EU gesunken. Das bedeutet aber immer noch, dass 23,1 Prozent der Menschen im Alter unter 25 Jahren in der Eurozone bzw. 22,0 Prozent in der EU arbeitslos sind. Die höchsten Quoten melden dabei weiterhin Griechenland mit 56,3 Prozent, Spanien mit 53,5 Prozent und Italien mit 43,7 Prozent. Die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit hat Deutschland mit 7,8 Prozent, Österreich mit 9,0 Prozent und die Niederlande mit 10,5 Prozent.

Charttechnische Betrachtung von EUR/USD:

Im Juli 2012 lag EUR/USD im Tief bei 1,204 und drehte von dort in einen Aufwärtstrend, welchen das Paar bis zu einem Hoch bei 1,3993 am 8. Mai dieses Jahres führte. In den letzten Wochen hat die Gemeinschaftswährung aber deutlich verloren und inzwischen auch den Aufwärtstrend nachhaltig verlassen. Am gestrigen Dienstag fiel das Paar mit einem Tief bei 1,3364 auf den tiefsten Stand seit November vergangenen Jahres. Und auch aktuell liegt der Kurs nicht viel höher (Stand Donnerstag, 31.7.14, ca. 17:30 Uhr). Das Chartbild spricht für eine weitere Abwärtsbewegung in der nächsten Zeit. Die nächsten Ziele liegen bei 1,33 und 1,31, wobei mittelfristig auch eine Bewegung bis 1,28 keine Überraschung wäre. Kurzfristig sollte man trotz dieser Prognose mit einer neuen Short-Position vorsichtig sein. Der Kurs ist überverkauft und zeigt sich in den letzten Tagen nicht nur unentschlossen, sondern es gibt auch erste Signale für eine möglicherweise anstehende Gegenbewegung. Schon ein nachhaltiger Anstieg über 1,34 könnte zu einer weiteren Erholung bis 1,3444 oder 1,3485 führen. An dem insgesamt für den Euro negativen Bild würde sich übergeordnet durch eine solche Stabilisierung allerdings nichts ändern.  Tatsächlich aufhellen würde sich das Chartbild nur bei einer nachhaltigen Rückkehr in den Aufwärtstrend und damit verbunden einem deutlichen Anstieg über das Hoch vom 21. Juli bei 1,3549. Aber selbst in diesem Fall folgen bei 1,363/1,365 und 1,37 weitere wichtige Widerstände. Leicht darunter liegt zudem die 200-Tageslinie. Erst bei einem Anstieg über diesen Bereich würde eine Fortsetzung des Aufwärtstrends tatsächlich wieder wahrscheinlich. Im Moment spricht aber kaum etwas für dieses bullishe Szenario.

Tageschart EUR/USD (Stand Donnerstag, 31.7.14, ca. 17:30 Uhr):
EURUSD

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