EUR/USD: Aktuelle Situation

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Ausgehend von Kursen bei fast 1,40 wertete EUR/USD seit Mai 2014 deutlich ab und erreichte am 13. März dieses Jahres ein Tief bei 1,0461, was der tiefste Stand seit Januar 2003 war. Anschließend stabilisierte sich das Paar deutlich um rund 1.000 Pips bis zu einem Hoch bei 1,1466 am 15. Mai. Zwar kam es dann noch einmal zu einer Abwertung bis 1,0817 Ende Mai. Doch inzwischen sind wieder meist Kurse oberhalb von 1,12 zu sehen. Insgesamt zeigt sich der Euro äußerst unentschlossen und zumindest auf kurzfristiger Ebene ist keine klare Richtung mehr zu erkennen. Hier zeigt sich deutlich das für den morgigen Mittwochabend anstehende Sitzungsergebnis der amerikanischen Notenbank, welches möglicherweise richtungsentscheidend werden könnte. Viele Anleger halten sich deshalb im Vorfeld zurück. Und auch die Hängepartie in der griechischen Schuldenkrise hinterlässt natürlich ihre Spuren. Aus charttechnischer Sicht würde sich die Situation unterhalb des Tiefs vom 5. Juni bei 1,1048 und der leicht darüber verlaufenden 100-Tageslinie eintrüben. Spätestens unterhalb des genannten Mai-Tiefs bei 1,0817 müsste dann von einer Fortsetzung der langfristigen Abwärtsbewegung mit Zielen beim Jahrestief bei 1,0461, sowie anschließend 1,02, der Parität (=Kursverhältnis von 1:1) und 0,965 ausgegangen werden. Ein Anstieg über 1,14 wäre dagegen bullish zu bewerten. Gelingt anschließend auch ein Anstieg über das genannte Hoch bei 1,1466 und den darauf folgenden Widerstand bei 1,1533 sind Ziele bei 1,1679; 1,18 und 1,20 möglich.

Tageschart EUR/USD (Stand Dienstag, 16.6.15, ca. 18:00 Uhr):
EURUSD

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