EUR/CAD: EZB lässt Geldpolitik unverändert

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Geldpolitik unverändert belassen. Somit bleibt auch der Leitzins auf dem seit November gültigen Rekordtief von 0,25 Prozent. Ökonomen hatten die Entscheidung so erwartet. EZB-Präsident Mario Draghi wiederholte auf der anschließenden Pressekonferenz seine Zusicherung, dass der Leitzins noch längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben würde.

Sorge bereitet den Währungshütern die niedrige Inflation im Euroraum. „Wir dürften eine längere Phase niedriger Inflation vor uns haben“, sagte Draghi. Danach erwarte man aber einen schrittweisen Anstieg in Richtung des Notenbank-Zielwertes von zwei Prozent. Noch ist man davon aber weit entfernt. Im Dezember war die Inflation zuletzt nochmals leicht auf 0,8 Prozent zurückgegangen. Draghi sieht diese Entwicklung aber als Bestandteil der EZB-Prognosen und die Inflationsrisiken als „weitgehend ausgewogen“ an. Sollten sich die mittelfristigen Inflationsaussichten allerdings zum schlechteren verändern, „werden wir handeln“, bekräftigte er. Dafür stünden verschiedene Instrumente zur Verfügung und man sei bereit, alle erlaubten in Betracht zu ziehen. „Ich möchte deutlich machen, dass wir ein Mandat haben, um Preisstabilität zu sichern – und zwar in beide Richtungen“, sagte der EZB-Präsident.

Positiv sieht Draghi die Entwicklung an den Finanzmärkten. Dort kehre langsam das Vertrauen zurück. Ein Ende der Euro-Krise würde dies aber noch nicht bedeuten. „Es gibt eine wirtschaftliche Erholung, aber sie ist schwach und zerbrechlich. Es wäre voreilig den Sieg auszurufen.“

Charttechnische Betrachtung von EUR/CAD:

Im Jahr 2008 lag EUR/CAD zeitweise bei 1,75. In der Finanz- und Eurokrise verlor der Euro dann kontinuierlich bis zu einem Tief bei nur noch 1,2122 im August 2012. Seitdem hat sich das Paar aber deutlich erholt und befindet sich nun schon rund 1,5 Jahre in einem stabilen Aufwärtstrend. Ende Dezember wurde dabei ein vorläufiges Hoch bei 1,4817 erreicht. Das war der höchste Stand seit Anfang 2010. Nach einer leichten Konsolidierung bis fast 1,44, legt der Euro aktuell wieder zu und ist am heutigen Donnerstag kurzfristig nochmal über 1,48 gestiegen. Das Chartbild ist unverändert bullish für die Gemeinschaftswährung. Oberhalb von 1,4817 finden sich die nächsten Ziele bei 1,50 und 1,52. Etwas eintrüben würde sich die Situation erst unterhalb von 1,44, wobei selbst dann das übergeordnete langfristige Chartbild noch bullish bleiben wurde. Erst unter der derzeit ungefähr bei 1,389 liegenden Aufwärtstrendlinie (ausgehend vom 2012-Tief bei 1,2122) würde sich die Situation grundlegend ändern.

Tageschart EUR/CAD (Stand Donnerstag, 9.1.2014, ca. 18:30 Uhr):
EURCAD

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